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Achter Band. Verarbeitung der Faserstoffe
(Holz-, Papier- und Textilindustrie.)
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Böttcherei und Faßfabrikation. 7ö

dem sind sie noch gekrümmt, nämlich äußerlich gewölbt, innerlich hohl, weil das Faß imQuerschnitte nicht oiclcckig, sondern kreisförmig sein muß. Bei der Zurichtung derTauben werden zunächst die rohen Stäbe mit dem Breitbcile aus dem Groben behanen.Die äußere Wölbung wird durch Behobeln erzielt, die Aushöhlung der inneren Seitedurch Ausschneiden mit dem Krummeisen auf der Ziehbank, bei großen Dauben gehtein Behanen mit dem Texel voran. Sodann werden die Seitenkanten (Fugen) mittelsverschiedener Hobel geformt. Jetzt wird zur Zusammenstellung der Dauben und Um-legung derselben mit Reisen geschritten. Die Tauben kommen nebeneinander in die Auf-setzsorm und werden mittels dreier Reifen, die successive bis zur Mitte des Fasses an-getrieben werden, nach und nach zusammengepreßt und gezwungen, sich zu biegen undim oberen Teile den Bauch des Fasses zu erzeugen; damit hierbei keine Brüche vor-kommen, macht man innerhalb des Fasses aus Hobelspänen ein Feuer an und benetzt dieTauben von außen mit Wasser (besser ist das Dämpfen). Durch dieses Verfahren istbloß die obere Hälfte des Fasses gebunden; um das nämliche mit der unteren Hälfte zuerreichen, wird um die Tauben dieses Teiles am Ende derselben ein Strick geschlungen,den man mittels einer eigenen Schraubvorrichtung (Faßzug) kräftig anzieht, bis dieKöpfe der Dauben sich einander genähert haben. Dann wendet man das Faß um undtreibt nun auch von dieser Seite her durch Reifen die Dauben vollends zusammen.

St. u. SS. Maschinen zürn Abschrägen der Fatzdanbrn;mittels Kreissägen. mittet» konischer Fräsen.

Die Ränder des Fasses werden nun mit einer Säge beschnitten, durch Behobelngeglättet und mit Hilfe einer eigens geformten Säge oder eines Hobels die zum Ein-setzen des Bodens erforderliche Nut längs des Faßrandes eingearbeitet. Der Boden desFasses besteht aus mehreren parallelen, zusammengefügten und verdübelten Brettchen.Der Rand des Bodens wird hierauf noch zugeschärft und derselbe dann endgültig in dasFaß eingesetzt und zwar dadurch, daß man die letzten Reifen lockert, so daß die Daubenan den Enden etwas auseinandergehen; nach dem Einsetzen werden die Reifen wiederfest angetrieben.

Nun wird das Faß noch an der Außenseite geglättet, wobei alle Reifen abgenommenwerden; dann folgt das Beschlagen, d. h. das Wiederantreiben aller Reifen, wobei dieFugen verrohrt, d. h. durch zwischengelegte Blätter des Rohr- oder Lieschkolbens dichtergemacht werden. Mit dem Bohren des Spundloches und des Zapfenloches ist das Faß fertig.

Bierfässer pflegt man an der Innenseite mit einem Pechüberzuge zu versehen.

Wie bereits erwähnt, genügt die Handarbeit nicht mehr, um dem großen Bedarfan Fässern zu entsprechen; große Etablissements, z. B. Zuckerfabriken, Petroleumlager,Brauereien, benötigen bis zu 400 Fässer täglich. Infolge dieses großen Bedarfes hat dieHerstellung von maschinellen Vorrichtungen zur Erzeugung von Fässern einen bedeutendenUmfang angenommen und einen so hohen Grad von Vollkommenheit erreicht, daß allevorkommenden Arbeiten mit Hilfe von Maschinen angefertigt werden können.

Wie erwähnt, benutzt man für bessere Fässer fast ausschließlich nur Spaltholz; mankann jedoch auch die Dauben durch Ausschneiden mit der Bandsäge oder Trommelsäge

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