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Achter Band. Verarbeitung der Faserstoffe
(Holz-, Papier- und Textilindustrie.)
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Das Höh und seine Verarbeitung.

Allgemeiner Teil.

Einleitung.

en wichtigsten Platz unter allen Rohstoffen, die uns für die Herstellung vonGebrauchsgegenständen zu Gebote stehen, nimmt das Holz ein; die Mensch-heit befriedigt damit eine große Menge von Bedürfnissen und wird diesesWaldprodukt wohl niemals ganz entbehren können.

Die Verwendung des Holzes ist so alt, als der menschliche Gewerbefleißoder die menschliche Thätigkeit überhaupt; der Urmensch, der das Metall garnicht kannte, war mit seinem Bedarf an Geräten und Werkzeugen vornehmlich an dasHolz und die Steine gewiesen. In den jungfräulichen Wäldern fand er nicht nurschützenden Aufenthalt, sondern auch eine unerschöpfliche Rüstkammer, aus der er seineWerkzeuge und Geräte für Krieg und Frieden entnehmen konnte; nicht bloß den Stofflieferte ihm der freigebige Wald, sondern für die einfachsten Bedarfsstücke auch mehroder weniger schon die Form. In den tausendgestaltigen Ast- oder Wnrzelgebilden desUrwaldes findet der geschärfte Blick eine reiche Auswahl vorgeformter Keulen, Lanzen,Bogen, Gabeln, Hacken u. s. w., die nur abgelöst und wenig nachgearbeitet zu werdenbrauchen.

Überall in reichlichster Menge vorhanden, stellt das Holz den ältesten, in nennens-werter Menge znr Verwendung gelangten Rohstoff dar, der mit den einfachsten Werk-zeugen, mit einem Steine zu bearbeiten ist, ja sogar ohne jede Vorbereitung vielfach znmBan der Hütte, als Waffe und Gerät verwendet werden kann. Mit der Einführung derMetalle trat auch eine wesentliche Verbesserung der Holzbearbeitungswerkzeuge und damitauch eine bessere Gestaltung der Produkte, sowie eine Erhöhung der Leistungsfähigkeitein; die Werkbehelfe erfuhren allmählich, den erhöhten Anforderungen gemäß, weitgehendeUmgestaltungen, doch waren alle Vorrichtungen zur Formung des Holzes lange Zeit nurauf Handarbeit basiert, bis im 4. Jahrhundert die ersten, durch Wasser- und Windkraftbetriebenen Schneidemühlen entstanden. Die größte Ausbildung erhielten die Holz-bearbeitungswerkzenge im Laufe des 19. Jahrhunderts, viele derselben wurden zu Werk-zeugmaschinen erhoben, indem man ihnen Selbstthätigkeit gab; die Maschinenhilfe hat groß-artige Anwendung gefunden, womit erhebliche und glänzende Erfolge zu verzeichnen sind.

Seine herrschende Stellung in der Weltindustrie und seine umfassende gewerblicheVerwendung verdankt das Holz einmal seiner großen Verbreitung auf der Erdober-fläche; überall, wo die natürlichen Bedingungen zur Anhäufung von Menschen gegebensind, da gedeihen auch die Wälder. Nur in den Wüsten, die der Mensch mit Gefahrseines Lebens durchquert, dann in den arktischen Regionen, wo wenige Familien ihrkärgliches Dasein fristen, endlich in den unwirtlichen Fels- und Schneeregionen desHochgebirges fehlt auch das Holz. In den volkreichen Gebieten der Alten und NeuenWelt, dann in den durch Sklavenhandel und Kannibalismus entvölkerten Gegenden des