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Achter Band. Verarbeitung der Faserstoffe
(Holz-, Papier- und Textilindustrie.)
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86 Die wichtigsten Zweige der Holzverarbeitung.

amerikanische Stifte erzeugen, verwenden ausschließlich die speziell für diese Gattungkonstruierten Behelfe.

Die erzeugten Stifte bedürfen noch einer weiteren Behandlung. Sie sind einmalnoch feucht, weil man nur grünes oder gewässertes Holz verwendet, müssen daher erstgetrocknet werden, und dann sind sie in der Farbe ungleich, weil die Holzteilc, aus denensie erzeugt wurden, verschiedene Tönung besitzen. Das Bleichen nimmt man gleich nachdem Abspalten vor, weil die Stifte in nassem Zustande sich besser und schneller bleichenlassen. Die Bleichvorrichtung besteht aus einem hölzernen Fasse, in dessen Inneren sicheine siebartig durchlöcherte Röhre befindet, durch welche von außen Schwcfeldämpfemittels eines Ventilators cingeblascn werden; das Faß selbst wird von einem Arbeiter hin-nnd hcrbewegt.

Das Trocknen geschieht in rotierenden Trommeln über freiem Feuer, viel besser undfeuersicherer jedoch mittels der Dampftrockentrommel; diese Trommel birgt im Innern acht-zehn Dampfrohre, welche bei einem Druckevon 4 — 5 Atmosphären Hitze genug aus-strömen, um eine Füllung von 450 bis500 1 Stifte in ungefähr drei Stundenvollständig zu trocknen; den Mantel dersich langsam drehenden Trommel bildensechs Drahtgazcsicbe, durch welche gleich-zeitig der Staub während des Drehensausgeschieden wird. Die Stifte kommennun in Pakete und werden in denselbenmittels eines Tisches, der in schüttelndeBewegung versetzt wird, festgerüttelt.

Aus einem Kubikmeter Stammholzkann man ungefähr 300 leg fertige Stifteerzeugen; die höchste Leistung eines mitallen Maschinen ausgerüsteten Etablisse-ments kann mit 200 leg deutschen und400—500 leg amerikanischen Stiftenveranschlagt werden.

Die Kunstholzfabrikation.

Die Anregung zur Herstellung vonKnnstholz haben verschiedene Umständegegeben; einmal entsteht bei der stetssteigenden Produktion von Holzwarcneine große Menge von Abfüllen (Späne),bezüglich deren Verwertung man oft inVerlegenheit ist; dann wollte man ein Material schaffen, welches dem Holze imallgemeinen ähnelt, jedoch die üblen Eigenschaften des Schwindens und Quellens,Reißens und Werfens nicht besitzt; endlich aber dürfte das immer mehr herantretendeBedürfnis nach Schmücknng unserer Gcbrauchsobjekte und Erlangung eines relativbilligen Ersatzes für die teueren Produkte der Kunstschnitzerei für die Erzeugung vonKunstholz maßgebend gewesen sein.

Das Verfahren ist im allgemeinen immer das gleiche; aus Holzspänen, Holzmehl,Hobelspänen oder Holzwolle wird durch Zusatz von Lcimwasser, Ticrblnt oder anderenBindemitteln und durch Zusatz von Farbstoffen ein klebriger Teig gebildet, der durch Ein-pressen in erwärmte Formen sich zu hübschen, billigen Dekorationen oder zu Gebrauchs-gegenständen gestalten läßt. Das künstliche Holz kann man mit schneidenden Werkzeugenbearbeiten, es ist gleichmäßig gefügt und daher dem Werfen und Reißen nicht unterworfen,besitzt auch die nötige Festigkeit und ist ziemlich hart, dabei biegsam. Aus der Unmassevon Rezepten, die für die Erzeugung von Kunstholz und Knnstholzprodukten existieren,

65 . Univrrsal-Ktistabschlagmarchinc.