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Die wichtigsten Zweige der Holzverarbeitnng.
gegen die Spitze verjüngenden Stiele geschieht mittels Ziehhobeln in der Drehbank.Manchmal wird der größere Teil des Stieles in drei oder vier Teile zerspalten und diesemiteinander verflochten.
Die Bürstenböden oder Bürstenhölzer stellt man teils im Wege der Hans-industrie, teils fabriksmäßig her; meist wird Rotbnchenholz benutzt. Die Manipulation isteine verhältnismäßig einfache. Die Brettchen werden durch Bandsägen im Rohen zn-geformt und durch Fräsen an den Rändern bearbeitet. Nun folgt das Bohren derLöcher für die Borsten in der Weise, daß das Bürstcnholz einem rotierenden Bohrer zu-geführt wird; die Einspannvorrichtung für die zu bohrenden Brettchen ist derart stellbar,daß sowohl schräge, als auch senkrechte Löcher hergestellt werden können. Erforderlichist diese Einrichtung durch den Umstand, daß die Borsten an den Rändern schräge, in derMitte aber rechtwinkelig gegen die Brettchen stehen. Nach dem Bohren werden die Breit-flächen mittels Maschine glattgehobelt, die Oberseite auchöfters fonrniert, mit Schleif-maschinen geputzt und lackiertoder poliert; gepreßte Orna-mente finden häufig Anwendung.
Spielwarcnindustrie.
In den fremden Erdstri-chen, in den Hafenplätzen Chinas und Japans , selbst dort, woselten eine deutsche Flaggeweht, ist etwas immer zu fin-den, ein Stück deutsches Spiel-zeug aus Thüringen oder Sach-sen, Schwaben oder Österreich ;kommt man nach New Jork,nach Australien , an das Süd-kap Afrikas , an die Inseln desStillen Ozeans, überall rufenuns heimische Spielwaren einendeutschen Gruß zu.
Dieser Industriezweig, wel-cher bloß die Aufgabe hat, un-seren lieben Kleinen die Zeit zuverkürzen, wird im Wege derHausindustrie auf Basis einer weitgehenden Arbeitsteilung größtenteils in Gebirgs-ländern betrieben. Greise, Weiber und Kinder legen Hand an, um niedliche Sächelchenvon tausenderlei Art anzufertigen, wobei die Schnitzerei, Drechslerei und Malerei einehervorragende Rolle spielen.
Spielzeuge sind so alt, als das Menschengeschlecht überhaupt; die Kinderwelt istimmer dieselbe gewesen. Wenn wir der Geschichte des Spielzeugs nachspüren, so findenwir, daß bei den Griechen und Römern, und noch weiter zurück, auch bei der Jugendder alten Ägypter schon dieselben Typen im Gebrauche waren, welche sich noch heut-zutage der größten Beliebtheit bei unseren Kleinen erfreuen. Die älteste und berühmtesteSpielwarenindustrie Deutschlands, jene der meiningenschen Stadt Sonneberg , wird seit600 Jahren betrieben, da sie laut Chronik im Jahre 1270 von Nürnberger Kaufleuteneingeführt worden ist.
Viele Tausende von Familien beschäftigen sich in verschiedenen Gegenden Deutsch-lands, Österreichs, sowie der Schweiz mit der Erzeugung von Spielwaren. Fast überall
72 . Fräsmaschine mit horizontaler Spindel <Nockfräse>.