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Achter Band. Verarbeitung der Faserstoffe
(Holz-, Papier- und Textilindustrie.)
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Tie Papierfabrikation.

nnreinignng der Hadern und der Temperatur kürzer oder länger, höchstens zehn Stunden:muß aber in manchen Fällen mehrmals wiederholt werden. Beim ersten Kocher rechtsist unten der Ablaßhahn für die Lauge zu sehen. Viele dieser Kocher sind so gebaut,daß sich die allmählich entstehende Schmntzflüssigkeit im Inneren des Kessels von dengereinigten Hadern trennen kann.

Nach diesem Prozeß sind die Unreinigkeiten in der Lauge gewissermaßen gelöst, indieser Schmutzlauge liegen aber bei dem oben dargestellten Apparate noch die Hadern, siesind also von Schinntzlauge durchtränkt und müssen daher, nachdem sie aus dem Kocherentfernt sind, noch mittels reinen Wassers energisch und genügend durchspült werden,wozu Waschmaschinen in Anwendung kommen, wie sie in Spinnereien zum Waschen derWolle verwendet werden. Diese bestehen aus einem ziemlich großen ovalen, mit Wassergefüllten Bottich, der mit radartigen Vorrichtungen versehen ist, durch welche die Hadernin das Wasser getaucht und hin und her bewegt werden.

88. Holländer.

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Durch diese Vorbereitungsprozesse haben wir nun nahezu vollkommen reine, farb-lose Hadern erhalten, in welchen der Zusammenhang der Fasern nun schon ein sehrlockerer ist, so daß das Verfasern, Zerzupfen weitaus leichter durchgeführt werden kann.

Die nun folgende Arbeit des Zerfaserns der Hadern ist eine der wichtigstender ganzen Papierfabrikation; es handelt sich hierbei darum, Fasern zu erhalten, derenEnden nicht stumpf abgeschnitten sind, sondern in viele kleinere Faserteile mehr oder wenigerspitzig enden, da die Erfahrung zeigt, daß Fasern mit stumpfen Enden sich nicht gut mit-einander verbinden und daher schlechtes Papier geben. Man darf daher die Hadernnicht etwa durch weiteres Zerschneiden zerkleinern, sondern man muß eine reißende oderquetschende Wirkung ausüben, was durch verschiedene Vorrichtungen erreichbar ist. Einequetschende Wirkung wurde in früherer Zeit durch das sogenannte Stampsgeschirr, auchHammergeschirr, deutsches Geschirr, erreicht; wobei die Hadern unter schwere, immer wiedergehobene und niederfallende Hämmer gebracht wurden. Diese Vorrichtung ist seit etwa 1670dem sogenannten holländischen Geschirr, kurz Holländer genannt, gewichen, welcher einereißende Wirkung ausübt und aus einer Art Schere besteht, deren Schneiden aber nichtscharf sein dürfen und auch nicht so exakt gegeneinander wirken dürfen, wie bei einerguten, sondern eher so wie bei einer mehr reißenden, schlechten Schere.