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Die Papierfabrikation.
Das Glätten, Satinieren des Papiers. Die Forderung nach einem oftziemlich bedeutenden Glanz am Papier macht das Glätten desselben notwendig. Glanzentsteht auf einer Fläche nur dann, wenn dieselbe ganz glatt ist, d. h. wenn sie die auf-fallenden Lichtstrahlen zurückwirft. Eine glatte Oberfläche läßt sich beim Papier nurdurch eine Ausfüllung der Vertiefungen, der Poren und durch ein Niederlegen, Nieder-streichen der hervorragenden Fasern und dieses am besten durch einen starken Druckerreichen. Das Glätten des Papiers soll Ende des 18. Jahrhunderts ein junger Eng-länder Thomas Turnbnll erfunden haben, der in einem Tnchgeschäst bedienstet war
und dort das Pressen des Tuches kennen lernte. Als sein Chef starb, ließ dessen Witweein gedrucktes Rundschreiben an ihre Kunden ergehen. Dieses Rundschreiben suchteTurnbull durch Pressen in der Tuchpresse zu verschönern, was ihm auch gelang, woraufer ein eigenes Geschäft gründete. Das Pressen des Papiers wird entweder schon am Endeder Papiermaschine, oder ganz selbständig ausgeführt und zwar entweder so, daß maneine bestimmte Anzahl (20—30) Bogen zwischen Zink - oder Kupferplatten legt und mitdiesen zwischen den Walzen eines Walzwerkes hindurchgehen läßt — Satinieren imengeren Sinne — oder man verwendet mehrere, in einem Gestell übereinander ge-lagerte Walzen und läßt das Papier in Bogenform oder als endloses Papier, ohne eszwischen Platten einzuschließen, hindurchgehen. Die letzteren Maschinen werden Kalander genannt. Ein solcher Kalander der Maschinenfabrik zum Bruderhaus in Reutlingen istin Abb. 111 dargestellt. Er besteht aus sieben, in einem Gestell übereinander gelagertenWalzen, von welchen drei aus Papier, die anderen vier aus Hartguß hergestellt und hoch