Die Herstellung des Papiers aus der Maschine.
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poliert sind. Die oberste, schwerste Walze wird durch eine belastete Hebelvorrichtung gegendie unteren Walzen gedrückt. Die Papierrolle wird nun mit ihrer Welle in vorhandeneLager gelegt und das sich abwickelnde Papier zwischen sämtlichen Walzen hindurch nachoben oder auch umgekehrt geführt, wobei es durch entsprechende Apparate selbstthätiggeleitet wird. Dasselbe passiert dabei sechs Druckstellen, wobei es eine scharfe Pressung,aber auch gleichzeitig eine Reibung erfährt, da die Walzen niemals ganz gleiche Ge-schwindigkeit haben und daher etwas übereinander gleiten. Das Papier wird nur anderjenigen Seite glänzend, welche mit den Hartgußwalzen in Berührung gekommen ist.Die Papierwalzen sind eingeschaltet, weil sie dem Papier während des Pressens eineelastische Unterlage bieten und eine Beschädigung desselben verhindern. In vielenKalandern werden einige der Hartgußwalzen im Innern geheizt, wodurch man eine Er-höhung der Glätte zu erreichen strebt. Bei neueren Kalandern werden bis zu 14 Walzenin Anwendung ge-bracht.
Während desPressens sammeltsich oft eine so be-trächtliche MengeElektrizität im Pa-piere an, daß dieauseinander geroll-ten Papierlagen festaneinander haftenund der TrennungSchwierigkeitenentgegensetzen; mansucht die Elektrizi-tät durch Leitnngs-drähte vom Maschi-nengestellindieErdcoder durch Feuchtmaschinen abzuleiten.
Da das Glät-ten durch Druck oftnicht den gewünsch-ten hohen Glanz erreichen läßt, werden auch noch Friktionskalander verwendet, beiwelchen durch Reibung eine höhere Glätte erzeugt werden kann. Zu diesem Zwecke wirdder Kalander so eingerichtet, daß eine der Hartgnßwalzen eine höhere Geschwindigkeiterhält, als die darunter oder darüber liegende Papierwalze; die Hartgußwalze wird daherüber das zwischen den Walzen hindurchgehende Papier hinweggleiten, wie das Plätteisenüber das zu plättende Gewebe und wird ein energischeres Ausgleichen der Unebenheitenzur Ausführung bringen. Um dies jedoch bewirken zu können, muß ein gelindes Erweichender Fasern und des Leimes an der Oberfläche des Papiers vorhergehen, was durch Be-feuchten des letzteren zu erreichen ist, wozu Rollenfeuchtmaschinen dienen, wie einesolche von der Maschinenbauanstalt Golzern erbaute in Abb. 112 zu sehen ist. Die Rollewird unten im rückwärtigen Teile der Maschine (links) in Lager gelegt; das sich abwickelndePapier läuft in der Pfeilrichtung über mehrere Leitwalzen senkrecht an dem in der Mitteder Maschine angeordneten Feuchtapparat vorbei und wird auf die vorn rechts sichtbareRolle wieder aufgewickelt. Der eigentliche Feuchtapparat ist ein mit Löchern versehenesWasserleitungsrohr, welches den aus jedem Loch anstretenden Wasserstrahl gegen eine sogestellte Metallwand spritzt, daß das Wasser dadurch zerstäubt auf das ununterbrochenvorüberziehende Papier geworfen wird.
Das Schneiden des Papiers. Das Schneiden des endlosen Papiers sowohl inder Länge zu breiten Streifen, als auch in der Breite und Quere zu entsprechend
Aollrnpaplrr-L-cnaitmuichine(gebaut von der Maschincnbauanslalt Golzern).