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Die Papierfabrikation.
dimensionierten Bogen, geschieht sehr häufig schon in der Papiermaschine, nach demDurchlaufen der Trockenpartie. Da dies jedoch mit gewissen Übelständen verbunden ist,wird das Papier ebenso häufig am Ende der Maschine gerollt und auf besonderenSchneidemaschinen zerschnitten. Die Längsschneidemaschinen haben stets Kreisscherblätterund sind derjenigen Vorrichtung ähnlich, die schon bei der Besprechung der Papier-maschine erwähnt wurde. Dieselbe ist gewöhnlich mit der Querschneidemaschine, welchedas Papier zu Bogen zu zerschneiden hat, zu einer Maschine verbunden.
Die Längs- und Querschneidemaschine von G. Heerbrandt ist in Abb. 113 dar-gestellt. Dieselbe zerschneidet das Papier von mehreren Papierrollen auf einmal zuBogen. Die Rollen sind auf dem Gestelle rechts gelagert. Die Enden dieser Rollen-papiere werden zusammengefaßt und zuerst durch den Längsschneideapparat geschoben,von dem zwei Messerscheiben links vom Gestell zu sehen sind; hier werden sie zu Streifengeschnitten und gelangen nun zwischen um Walzen gelegte Führungsgurte, die zwischenden Walzen Wagerecht liegen. Hier werden sämtliche übereinander liegende Papier -schichten samt dem Filz von einer Presse erfaßt und mittels der durch eine Kurbel be-
113 . Längs- und Anerschneidcmaschinc.
wegten Stangen in der Richtung nach links über das Ouerschneidemesser so weit hinweg-geschoben, als dies die Länge der Papierbogen erfordert. Die eigentliche Querschneide-vorrichtung besteht aus einem am linken Ende der Maschine angeordneten feststehendenMesser, zu dem ein in einem Rahmen bewegtes zweites Messer gehört, das in bestimmtenZeitintervallen in eine auf- und abgehende Bewegung versetzt wird und die zwischen-geschobenen Papierbogen wie eine Schere zerschneidet. Die so erhaltenen Bogen fallenauf den links sichtbaren Tisch.
Um die so erhaltenen Papierbogen nach Bedarf in kleinere Bogen zerschneiden, oderum eine Anzahl übereinander geschichteter Bogen zu genau gleichem Format beschneiden,um ferner die Ränder übereinander liegender, gefalzter, d. h. in der Mitte zusammen-gebogener Papierbogen beschneiden zu können, werden Schneid- oder Beschneid-maschinen in Verwendung gebracht. Bei einer neueren Konstruktion von der Firma KarlKrause in Leipzig werden z. B. die zu beschneidenden zwei Stöße gefalzter Papierbogen,aus einer runden Platte stark und unverrückbar niedergepreßt. Das über dem Papierbefindliche, breite Schneidemesser ist an einer Platte befestigt, in dem gußeisernen Gestellsenkrecht geführt und wird durch die Maschine nach abwärts und gleichzeitig mittelsschiefgestellter Schlitze seitwärts gezogen, wodurch ein sogenannter ziehender Schnitt aus-geführt wird, durch welchen die Ränder viel gleichmäßiger und schärfer beschnitten werdenkönnen. Nach dem Beschneiden der einen Seite dreht sich die runde Platte mit dem