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Die Herstellung der Pappe.
Durch Handarbeit werden diese Pappen in der Weise fabriziert, daß der Arbeitervorerst auf den Arbeitstisch ein Brett und anf dieses, nach Befeuchtung desselben, Lösch-papier legt; auf dieses wird nun der erste Bogen ausgebreitet und mittels einer weichenBürste oder eines Schwammcs mit der Klebemasse gleichmäßig bestrichen. Anf diese be-stochene Fläche legt er einen zweiten Bogen und bestreicht denselben in gleicher Weise;darauf kommt nun ein dritter Bogen n. s. w. Das Klebemittel besteht gewöhnlich auslauwarmem Stärkeklcister, dem etwas Leim beigemengt wird. Die so entstandenen Pappe-oder Kartonbogen werden nun übereinander geschichtet und in eine Presse gebracht, derenDruck aber nur allmählich vergrößert werden darf, damit der Kleister nicht herausgcpreßtwird. Dies dauert bis zu 36 Stunden; dann folgt ein Trocknen in einem geheiztenTrockcnraum, oder in sonst einem Trockenapparat, worauf man die Bogen, noch nichtganz trocken, durch ein aus einem Walzwerk bestehendes Glättwerk und nach dem völligenTrocknen nochmals durch dasselbe laufen läßt; zum Schlüsse folgt die Herstellung eineshöheren Glanzes, wenn derselbe verlangt wird, mit einer Steinglättmaschine.
13S. Papprnkledrmaschinr.
Bei der Herstellung der geleimten Pappe durch Maschinen verwendet man am bestenRollen-, d. h. sogenanntes endloses Papier, von dem so viele Papierbahnen übereinander-geklebt werden, als eben zur Erreichung einer bestimmten Dicke nötig ist. Eine der hierzuin Anwendung gebrachten Maschinen ist die Pappenklebemaschine (Abb. 139) der Aktien-gesellschaft Wagner L Co. in Köthen , auf der drei Papierbahnen zu einem Karton zu-sammengeklebt werden können.
Da die Arbeit aus zwei Teilen, nämlich aus dem Zusammenkleben und dem darauffolgenden Trocknen besteht, ist auch die Maschine aus zwei Teilen zusammengesetzt, vonwelchen rechts der Klebeapparat, links die Trockenvorrichiung ersichtlich ist. Im ersterenbemerkt man sofort die drei Papierrollen k I" deren Papier kontinuierlich abgewickelt wirdund von welchen die Papicrbahnen von k und kh die im Karton außen zu liegen kommen,nur auf einer Seite mit Klebestoff versehen werden, während die Papierbahn von I" ohneKlebestoff bleibt. Um nun das von U und ablaufende Papier mit Kleister zu bestreichen,sind in der Nähe dieser Rollen seichte Kleistertröge L L angeordnet, in welchen sich eineentsprechende Quantität Kleister befindet; in diese Kleistermasse taucht je eine Rolle a ein,wodurch dieselbe sich an ihrer ganzen Oberfläche mit einer Schicht des Klebemittels bedeckt.Über diesen Walzen a, und zwar so, daß sie mit denselben an einem Punkte in sichere Be-rührung kommen, laufen die Papiere von k und I" hinweg, nehmen Klebestoff an einer Seiteauf und laufen nun über mehrere Führungswalzen der aus zwei Walzen bestehenden