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Achter Band. Verarbeitung der Faserstoffe
(Holz-, Papier- und Textilindustrie.)
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Schlcifpapiere. Kartonagenfabrikation.

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Pappe wird in vielen Fällen, wie z. B. für Postkartons und untergeordnetere Zweckeganz roh, für bessere Produkte mit weißem, für noch feinere Verwendungen mit Bunt-papier bezogen, d. h. überklebt verwendet, um so ein besseres, gefälligeres, in manchenFällen ein stilvolles oder auch den jeweiligen Ansprüchen der Mode entsprechendes,elegantes, vornehmes Aussehen zu verleihen. Zum Bekleben der Pappen kann dabeieine derjenigen Maschinen in Verwendung kommen, die zum Anfeinanderklebcn vonRollenpapicr in Gebrauch stehen.

Die Aktiengesellschaft für Kartonagenindustrie in Dresden verwendet hierzu die inAbb. 164 dargestellte Maschine, deren Klebapparat unter den oben sichtbaren Walzenliegt. Das Papier wird in Rollenform rechts unten in die Maschine gebracht, wickeltsich ununterbrochen ab, wird von einer Walze, über welche das Papier läuft, mit Klebestoffversehen und gelangt so in die Höhe des Tisches. Auf diesem werden die zu beklebendenPappen aufgelegt, die mitdem Papier unter den obensichtbaren Walzen hindnrch-laufeu und durch deren Druckmit denselben verbunden wer-den; in manchen Fällen wirddie Pappe an beiden Seiten,z. B. an der einen — inne-ren— Seite, mit weißem, ander anderen — äußeren —

Seite mitBuutpapier beklebt.

In diesem Falle müssen zweiKlebcwerke vorhanden seinund die Pappe zwischen diebeiden, mit Klebemittel ver-sehenen Papiere eingeschobenwerden. Es kommt auch vor,daß der Karton mit Holz-fournier, d. h. mit einer etwap '2 Win dünnen Holzplattebeklebt wird, wodurch denKartons und Kistchen dasAussehen schöner Holzgegen-stände verliehen werden kann.

Die Art der Herstel-lung der in Form und Größeaußerordentlich verschiede-nen Kartonagen vom kleinsten Schächtelchen bis zur Schachtel für Verpackung von Fahr-rädern, ist namentlich von der Form des betreffenden Produktes abhängig, wenn aucheinzelne Arbeiten vorkommen, die verschieden geformten Gegenständen gemeinsam sind.Bezüglich der Form lassen sich nun die meisten Kartonagen in eckige und runde oderovale teilen, wobei die letzteren selbst die Form von Kugeln, Eiern u. s. w. annehmen.

Was nun die erstere Art, also die eckigen, betrifft, so besteht dieselbe meist auseinem Boden, an den sich senkrecht oder auch schief dazu angeordnete Seitenflächen an-schließen, so daß ein verschieden großer und gestalteter Hohlranm entsteht, der auchunbedeckt bleibt, meist aber durch einen Deckel geschlossen wird, der entweder ganz ab-gehoben, oder beim Offnen nur zurückgeschlagen, d. h. gedreht werden kann und beimAufsetzen auf den Hauptteil diesen meist gut passend übergreift, wozu an den Deckelangesetzte Seitenflächen dienen.

Es handelt sich daher bei der Herstellung namentlich um die Verbindung desBodens und Teckels mit den Seitenflächen und dieser untereinander. Man kann dabeizwei Wege einschlagen, indem man entweder, wenn der Deckel ganz abhebbar sein soll,

Buch der Erfind. VIII. 28

165. Zlntmaschine für Fnkvrtriek.