Kartonagenfabrikcitioii. 223
mcsser des runden Teckels und aus der Höhe des ringförmigen Teckelrandes zusammen-setzt. Diese Scheibe wird nun in eine Presse gebracht, deren erhitzter runder Preß-stempel — Patrize — dessen Durchmesser dem Teckeldnrchmesser gleich sein muß, dieentsprechend gestellte Platte, Abb. 178, in eine Vertiefnng — Matrize — deren Wändeebenfalls erhitzt sind, so hineingepreßt, daß entweder schon durch ein einmaliges oderwiederholtes Pressen ein Schachtel- oder Teckclkörpcr, Abb. 179, entsteht, der Teckel-oder Bodenplatte und Seitenring aus einem Stücke zeigt. Die Wirkung der Hitze undder Pressung auf die Pappe ist eine so intensive, daß dieselbe ihre Form absolut nichtmehr ändert und einen lackartigen Glanz erhält.
174. Ziehbnnkfaal. der Aktiengesellschaft für Kartonagenindustrie in Aresden.
Außer den sogenannten Friktions- und Wnrfpressen, welch letztere durch die Handdes Arbeiters bethätigt werden und die immer senkrecht stehen, wie aus Abb. 181ersichtlich, kommen auch wagerecht wirkende Pressen in Anwendung, wie eine solcheaus Abb. 180 zu ersehen. Sie wird gewöhnlich zur Herstellung der Schachteln nachAbb. 176 u. 177 benutzt, kann jedoch auch zum Pressen aus einem Stücke und zumPrägen verwendet werden.
In ganz ähnlicher Weise, nämlich durch heiße Pressung, werden auch die Schachtelnfür Kugelkäse und die eiförmigen Schachteln hergestellt; ebenso die mannigfachen geprägtenVerzierungen aus Deckeln und Seitenteilen der Schachteln. Die Nacharbeiten dieserFabrikation bestehen hauptsächlich im Aufkleben von Bildern und Etiketten, im An-streichen und Bemalen, sowie Lackieren und Verpacken. Dieses letztere hat gerade beiden Kartonagen seine Schwierigkeiten, da diese einen großen Raum einnehmen, weshalbsie, wenn thunlich, ineinander gesetzt werden.