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Achter Band. Verarbeitung der Faserstoffe
(Holz-, Papier- und Textilindustrie.)
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Die Papierindustrie.

Die Papirrwüschrfatirilmtion.

Die Herstellung einzelner Teile der Wäsche, die am stärksten der Benutzung aus-gesetzt sind, wie Kragen, Manschetten, Vorhemden au- Papier wurde Anfang der zweitenHälfte des 19. Jahrhunderts in Amerika zuerst zur Ausführung gebracht. In Deutsch-land bestehen etwa fünf Fabriken, die sich mit dieser Produktion befassen und in welchendie Herstellnngslvcise verbessert wurde. Es werden Steh- und Legkragen, Abb. 182 u. 183,hergestellt, wobei die Legkragen mehr Arbeit erfordern. Da sich bei denselben die vordere,in die Spitze anslanfendc Kante als sehr scharf erwies und sich auch leicht ausfranste,wurde vor derselben ein umklappbarer Lappen a, Abb. 184, angeordnet, und da sich dieobere Spitze b des Kragens unangenehm bemerkbar machte, wurde dieser Lappen miteinem Fortsatz versehen und dieser oben eingeschlagen, wie Abb. 185 zeigt, so daß eine

dicke Kante bei o entstand.

Das zur Papierwäscheverwendete Papier mußgutes, festes, holzfreiesPapier sein, welches haupt-sächlich aus Banmwoll-faden erzeugt wird, demman etwas Leinen bei-mengt. Es wird aus Lang-oder Cylinder-siebmaschinenhergestellt und zlvar gleichin entsprechender Stärke;bei den letzteren Maschinenwerden oft drei Cylinder-siebe verwendet, d. h. alsoein aus drei Faserschichtenbestehendes Papier gebildet.Da die ausschließlich ausPapier erzbugte Wäschewohl nur zu kurzen Bestandzeigte, beklebt man dieselbejetzt mit dem Schirting ge-nannten Banmwollgewebe,wodurch die Haltbarkeit

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176 u. 177.

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78 . Pappcnlcheibc ;iw DcckrlprcyuiiN. 179 . Erpreßter kiarionLeckrl. erhöht Nlld die Imitation

eine vollständige wird.

Das betreffende Rollenpapier und das Gewebe wird mittels Reisstärkeklcister inKlebemaschinen, wie wir sie bereits kennen gelernt, zusammengeklebt und nach demTrocknen mit einer weißen Teckmasse, aus Reisstärke, Kreide, Blanc fixe, Borax,Leim und Wachs bestehend, bestrichcn. Ein Zusatz von Glycerin macht die Masse ge-schmeidiger.

Die so hergestellte, aus zwei Schichten, nämlich Papier und Schirting, bestehendePapierbahn wird sodann in einem Kalander mit erhitzter Hartgnßwalze geglättet und mitdem gewünschten Glanz versehen. Hierauf folgt das Zerschneiden des Papiers auf denbekannten Schneidemaschinen in so breite Streifen, als dies die Form des Kragens samtAnsatz verlangt. Eine größere Anzahl solcher Streifen kommt nun in die Stanzmaschineund wird hier mit einem entsprechend geformten Messer ausgestanzt. Nun folgt dasTurchstanzen der Knopflöcher, wozu die Knopfloch-Stanzpresse (z. B. die von Lasch L Co.in Leipzig ) benutzt wird. Die Stellen, wo die Knopflöcher einzustanzen sind, werdenvorher mit einem Schirtingsleckchen unterklebt. Nun werden die noch nicht gebogenenKragen dem Prägen zugeführt, durch welches die Nähte und Umbiegestellen geprägtwerden. Das Falzen oder Umbiegen der Legkragen geschieht von Hand aus.