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Achter Band. Verarbeitung der Faserstoffe
(Holz-, Papier- und Textilindustrie.)
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Verwendung der Papiermasse.

die Platten wasserbeständig; durch die letzteren Stoffe wird die Masse elastisch undschmiegsam. Sollen die Platten verschiedene Farben zeigen, so müssen entsprechendeFarben zugesetzt werden.

Tiefe Masse wird nun in rahmenförmige Formen, wie sie Abb. 194 zeigt, gepreßt.Dieselben bestehen aus einem Rahmen, über welchem durch entsprechend gebogene Blech-streifen diejenigen Räume in der Ordnung des Musters geschaffen sind, in welche danndie verschieden gefärbten Massen so, wie dies das Muster verlangt, eingefüllt werden.Um dem Arbeiter das Einfüllen der Massen in die betreffenden Formteile zu erleichtern,benutzt derselbe Schablonen, d. h. Platten, die nur an derjenigen Stelle Öffnungen be-sitzen, unter welcher der für die betreffende Farbe bestimmte Raum der Form sich befindet.Sind nun alle Abteilungen in gewünschter Weisegefüllt, dann muß die Masse, um eine festePlatte zu bilden, unter starkem Druck gepreßtwerden, was mit Hilfe des in Abb. 195 darge-stellten Preß- oder Gegenstempels bewirkt wird.

Dieser aus Holz bestehende Stempel, der genauin die Form passen muß, zeigt gewissermaßendas Gegenbild dieser und all diejenigen Teilevoll, die in der Form hohl sind und umgekehrt.

Die Form wird nun auf einen Umschlnßrahmenund auf die Form der Stempel gesetzt und durchNiederdrücken des Stempels die Btasse aus derForm in den darunter befindlichen Umschluß-rahmen gedrückt, Ivobei die einzelnen Teile derMasse, die bisher durch die Wände der Formvoneinander getrennt waren, noch immer getrenntsind. Sollen nun diese sich zu der in Abb. 196ersichtlichen Zellstoffplatte verbinden, so müssendieselben einem bedeutenden Druck in einerhydraulischen Presse ausgesetzt werden. Solcheaus Holzzellstoff erzeugte Platten können wieHolz gehobelt und gesägt werden und gebeneinen warmen, von Ungeziefer freien Bvdenbeleg.

Die Herstellung von Büsten. ZurFabrikation von Büsten und sonstiger plastischer

Gegenstände können die verschiedensten Me- _

thoden in Anwendung gebracht werden. Eine / ^ ^

von den vielen Vorrichtungen ist in den Abb. s - ' ' >

197 n. 198 dargestellt. u>s

Die nach den Regeln der Formerei aus u. iss. si'strnf-rm-pparat -o» s?oufGuttapercha oder sonst einem elastischen Stoffe ^ cprmce.

hergestellte Form wird in einen Kasten 8 so gestellt, daß ihr Hohlraum mit einer Öff-nung im Boden des Kastens korrespondiert. Dieser Kasten 6 wird in eine mit Papier-stoff gefüllte Bütte L. in der Weise eingesetzt, daß sie in die Masse eintaucht.

Durch das Rohr 8, das mit einer Saugvorrichtung in Verbindung steht, wird nundie Luft aus dem Kasten 8 und aus dem Hohlraum der Form, da diese mit vielen Löchernversehen ist, ausgesangt; dadurch legt sich die Papiermasse, welche in die Höhlung derForm eindringt, an die mit Gazestoff bedeckten Innenwände der Form und zwar um sodicker, je länger das Saugen fortgesetzt wird.

Um nun den so entstandenen, ebenfalls hohlen, aus der Form entfernten Gegen-stand, hier die Büste, mit der nötigen Festigkeit zu versehen, muß die Masse noch einemstarken Druck ausgesetzt werden. Zu diesem Zwecke setzt man die Büste in eine genaugleiche Metallform und stellt diese, wie dies Abb. 198 zeigt, umgekehrt auf die Druck-platte einer Presse und preßt dieselbe so gegen den oben sichtbaren, aus Kautschuk

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