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Achter Band. Verarbeitung der Faserstoffe
(Holz-, Papier- und Textilindustrie.)
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Herstellung der Papicrtapetcn durch Maschincndruck. 245

Da aber während dieser letzterwähnten Handlungen des beaufsichtigenden ArbciterS dieDruckmaschine und der Trockenapparat weiter läuft, muß sich der Arbeiter in seiner Thätig-keit beeilen und ist namentlich nicht in der Lage, etwaige Ausbesserungen an der Tapetevorzunehmen; auch muß die Geschwindigkeit des Druck- und Trockcnapparates gemäßigtwerden, um es dem Arbeiter zu ermöglichen, gleichen Schritt halten zu können.

Tiefe letzterwähnten Nachteile sind in der Maschine lAbb. 204) umgangen. Dieselbe stehtmit dem Druck- und Trockenapparat nicht in Verbindung, sie muß daher auch nicht mitdiesen Vorrichtungen gleichen Schritt halten, sondern kaun sich ganz unabhängig von den-selben bewegen, stillstehen und weiterlaufen, wie cS die auf ihr zu vollführende Arbeit ver-langt. Derselben wird die fertige Tapete in Rollcnsorm zugeführt und diese Rolle im rück-wärtigen Teile des Gestelles ganz nuten gelagert, wie dies auf der Abbildung deutlich zuersehen ist. Von dieser Rolle nun läuft die Tapete, eine Hängefaltc bildend, über ein halb-

Sk>S u. 204. Tapeten-polt- und Melkmaschinen.

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rundes Stabgestell der Meßwalze zu und wird von hier an gerade so behandelt, wie inder vorerwähnten Maschine, nur daß der Arbeiter in der Lage ist, die Maschine behufsAusbesserung fehlerhafter Stellen auch für längere Zeit in Stillstand zu versetzen. Die aufsolche Weise erhaltenen Tapeten werden nun in dieser Form verpackt, wobei, um die Rollenauf einen kleineren Raum zu bringen, eine Packpresse in Anwendung gebracht wird.

Für bessere Tapeten gibt es dagegen noch mancherlei Vervollkommnungen, zu denenweitere Fabrikeinrichtnngen erforderlich sind. Vor allein ist in dieser Beziehung derÜberdruck zu erwähnen, der gerade jetzt sehr modern ist und der Tapete ein stofflichesAussehen geben soll. Man hat dafür mit Messing überzogene Walzen mit Sternchen,Punkten, gestrichelten Linien und ganzen Linienmnstern, mit denen das eigentliche Tapeten-muster bedeckt wird. Will man noch einen Schritt weiter gehen, so kann solches Musterstatt aufgedruckt auch aufgepreßt werden. Hierzu dient die Gaufriermaschine, wie solche inAbb. 159 dargestellt ist. Dieselbe enthält eine Messing- und eine Papierwalze. Inersterer ist das gewünschte Muster eingraviert. Man kann auf solche Art seiden-, rips-,leder-, moire'e- oder chagrinartige Imitationen erzielen und den Tapeten damit oft einganz eigenartig schönes Aussehen verleihen. Auch der Golddruck wird für bessere Tapeten