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Achter Band. Verarbeitung der Faserstoffe
(Holz-, Papier- und Textilindustrie.)
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Das Krempeln und Ausstößen.

so bewegt, daß er jedesmal einen Teckel überspringt und die Teckel der ungeraden Reihen-folge, z. B. im Hingange, putzt, während er die der geraden Reihenfolge im Zurückkommenreinigt. Das Putzen des Deckels geschieht jede halbe Stunde.

Sind die Deckel als Dcckelkette ausgebildet, so kann das Reinigen dieser währendder Arbeit geschehen, ohne ein Abheben der Teckel zu benötigen. Zu diesem Zwecke erhälteilte Pntzplatte X (Abb. 244) durch Exzenterbetrieb X von der großen Trommel 0 auseine schwingende Bewegung, wobei sie die Füllung aus dem Teckel 11 nimmt, dann durchdie feste Pntzplatte IV streicht, diese reinigt und sich nun beim Zurückschwingen an dieserputzt. Der Abgang geht in die Mulde V, die durch die Klappe II ein Herausfallen diesesvermeidet. Die Teckelkette rückt unterdessen weiter, so daß bei der nächsten Schwingungder Pntzplatte der folgende Teckel gereinigt wird. Bevor die Teckel wieder in Arbeitkommen, werden sie von der Bürstenwalze T gehörig gebürstet, um allen Flaum zu entfernen.Dieser setzt sich im Kamme 8 ab und wird von Hand entfernt. Eine derartige Karde, diemit einer wandernden Dcckelkette ausgerüstet ist, heißt Wand er- oder Laufdeckelkarde.

Um ein beständiges Bearbeiten der Fasermasse zu haben, ordnet man über dergroßen Trommel kleine Walzen an, wovon die eine der „Arbeiter" I< (Abb. 261) dieFasermasse zurückhält und ein Herausreißen der einzelnen Fasern durch die große Trommelermöglicht, während die andere I mit schneller Drehung (mit ungefähr 200 minntlichenUmdrehungen bei einem Durchmesser von 150 mm) die auf dem 280 mm im Durch-messer messenden Arbeiter, der mit 15 Umdrehungen pro Minute dreht, zurückbleibendenFasern abnimmt und sie der schneller laufenden, großen Trommel wieder zuführt. DieseWalze heißt „Wender" und ist in Bezug auf den Arbeiter und die große Trommelderart angeordnet, daß die Fasermasse von der großen Trommel zuerst unter dem Wenderdurchgeführt und dann dem Arbeiter zugeführt wird. Auf diese Art und Weise machenungelöste Flocken so lange den Kreislauf über Arbeiter, Wender zurück zur großen Trommel,bis sie gehörig zerteilt sind. Ein großes Reinigen wird hierbei nicht ausgeführt, da diemeisten Unreinigkeiten, die vom Wender abgeschleudert werden, infolge der die Krempelabschließenden Verschalungen meistens wieder auf die große Trommel und somit in dasVließ zurückgeworfen werden. Eine derartige Walzenkarde eignet sich besonders fürgeringe Baumwollen, bei denen weniger die Sauberkeit als die Menge verlangt wird;dann für gute Baumwollen, die nachher gekämmt werden, da bei dieser Arbeit die kurzenBestandteile ausgeschieden werden; und zuletzt ist sie einzig geeignet für das Krempeln vonlangen Fasermassen, wie Wolle, Schuppe, Hanf u. s. w., weil sie die Fasern schonend öffnetund weniger zerreißt als Deckel.

Die Zähne der Beschläge müssen zur Arbeit scharf sein, um ein geordnetes Erfassender Fasern zu ermöglichen. Um die Schärfe von Zeit zu Zeit wieder herzustellen, müssendie Beschläge geschliffen werden. Dieses muß für die arbeitenden Teile häufiger als fürdie große Trommel geschehen. Um es auszuführen, werden die Arbeitsteile, sofern esFcstdeckcl und Walzen sind, aus einer eigenen Schleifmaschine, bestehend aus einer schnelldrehenden Schleifwalze, die vermöge Exzenter und Hebelanordnungen den Teckeln einetangential zur Schleiftrommel gerichtete hin und her gehende Bewegung erteilt, geschliffen.Die Walzen drehen dabei derart, daß die Rücken der Zähne abgenommen und die Spitzengeschärft werden. Bei Wanderdeckelkarden kann man während der Arbeit schleifen. Esgenügt dazu, eine von der großen Trommel 0 (Abb. 244) getriebene Schmirgelwalze Rderart znr Dcckelkette anzubringen, daß sie den Rücken der Zähne streift. Znm Schleifender großen Trommel muß diese zuerst gehörig ansgestvßen und gereinigt sein, woraufman durch Umänderung des Betriebsriemens und nach Ausschalten sämtlicher Antriebe,die Trommel entgegengesetzt znr Arbeitsrichtung dreht. Eine über der großen Trommelangeordnete Schleifwalze, die von dieser im gleichen Sinne durch Seilantrieb bewegtwird, gibt den Zähnen die nötige Schärfe. Während es für jeden Arbeitsteil nur^2 Stunde bedarf, um geschliffen zu sein, muß die große Trommel und die Sammel-walze, die ähnlich wie erstere geschliffen wird, nur mit der Ausnahme, daß sie in derArbeitsrichtung drehen muß, ungefähr acht Stunden geschliffen werden. Das Schleifenmuß für Festdcckel und Walzenkardcn alle Monate geschehen, während die Trommeln der

Buch der Erfind. VIII. 38