298 Die Spinnerei: Baumwollspinnerei.
Laufdcckelkarden nur alle 3 — 5 Monate geschliffen werden, da man die Laufdcckel allePier Wochen während der Arbeit der Krempel schleift und die Trommel während einerStunde ungefähr abzieht.
Da die Beschläge durch das Schleifen abnehmen, so müssen die Arbcitsteile wieder dergroße» Trommel genähert werden und zwar in der Regel bis aus die geringe Entfernung
von mm, was durchbesondere Einstellvorrich-tungcn geschieht. Diesebestehen für gewöhnlicheFcstdcckelkardcn in einerdurch Schraubenverstellbare»AnflagcflächederTeckel; für Wal-zenkrempeln intelljchraubeu ver-schiebbaren Lagern derWalzenwellen undfürLanf-deckelkarden in Vorrich-tungen, die ein zur großenTrommel konzentrischesVerkleinern der Glcitbögcn,über die die Laufdcckel beider Arbeit bewegt werden,zulassen.
Um ein möglichst nahesAnstellen der Beschläge derArbcitsteile zur großenTrommel zu ermöglichen,ist es nötig, daß alle Be-schläge unter der größtenSpannung und sehr regel-mäßig ausgezogen werden.Ganz besondere Aufmerk-samkeit ist beim Aufziehender Beschläge der Fest- undWanderdeckel zu verwen-den, da diese als schmaleBlätter ausgebildet sindund daher viel schwierigerregelmäßig gespannt wer-den können als die spiraligum die Trommel und Wal-zen gewickelten Kardenbän-der von ungefähr 50 mmBreite. Die Beläge derTeckel werden durch Stahl-bänder aus den Gußdeckelnbefestigt. Zwei verschiedeneBesestigungsartcn habensich hierfür herausgebildet,und zwar besteht die vonAshworth darin, denBeschlag unter Anspannung im Längen-sinue zuerst einerseitsdurch eine Metall-klammer aus dem Deckel zu befestigen, um alsdann unter gleichzeitiger Anspannung imBreitensinne die andere Seite durch ein zweites Stahlband am Deckel zu befestigen.
Die zweite Befestignngsart versieht den im Längensinne angespannten Belag beiderseitsmit den nötigen Stahlbändern, deren einer Schenkel senkrecht zum Belage steht. Mittelsdieser Schenkel wird der seitlich versteifte Belag daraus unter Anspannung im Brcitcnsinneauf dem Gußdeckel befestigt. Die Aufbringung der Stahlbänder auf dem Belage geschiehtnach Twcedales durch Klammern, wodurch seitlich den Teckel überragende Wülste auftreten;nach dem Deißschcn Verfahren werden sll-sörmige Stahlbänder mittels am kürzeren, auf-rechten Schenkel vorgesehener, getrennter Spitzen auf den Belag genietet, wobei die Spitzenden Belag vollständig durchdrungen.
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247. Strecke.