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Achter Band. Verarbeitung der Faserstoffe
(Holz-, Papier- und Textilindustrie.)
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448 Die Nähmaschine.

eine aus Eisen bestehende Maschine zn bauen, deren Leistung, da sie 300 Suche in derMinute machte, zn den besten Hvffnnngen berechtigte. Allein man schenkte seiner Erfindungtrotz eines Wcttnähcns wenig Beachtung, so daß er den Entschluß faßte, seinen BruderAmasa nach England zn schicken, damit dieser hier seine Erfindung ausknete. Amasasgeringe Barschaft war indes in England bald ausgezehrt, und so sah sich dieser genötigt,Howes Maschine an W. Thomas mit der Berechtigung zn oerkanfcn, daß dieser einPatent darauf nehmen und für seinen Gebrauch so viele Nähmaschinen bauen dürfe, alsihm beliebe. E. Howe wurden zwar 3 P für jede verkaufte Maschine versprochen, dochist diese Abmachung nicht eingehalten worden.

Aus Thomas' Veranlassung reiste Howe l847 selbst nach England, um seineMaschine für die Korsettfabrikation einzurichten. Nachdem Howe dies zur Zufriedenheit

des Thomas ausgeführt hatte, ent-ließ dieser ihn bei passender Ge-legenheit. Howe geriet dadurch indie bitterste Not und mußte, umdie Rückreise nach Amerika bestreikenzu können, sein amerikanisches Pa-tent in England versetzen. StachAmerika zurückgekehrt, fand Howe,daß man ihn zwar vergessen, daßaber seine Erfindung mittlerweileAnerkennung und Verbreitung ge-sunden hatte, dank der Rührigkeitdes schlauen Jsaac Merrit Singer,der Howes Erfindung in seinemInteresse auszubeuten und zu ver-bessern wußte. Aber auch andereNachahmer hatten sich die ErfindungHowes angeeignet. Howe löste zu-nächst mit Hilfe eines Kapitalistensein in England verpfändetes Pa-tent ein und strengte dann einenProzeß gegen seine Gegner an,in dem diese unterlagen undihm abgabepflichtig wurden. Vonnun an wandte sich Howes Schick-sal zum Besseren; er hat, als er1867 erst 48 Jahre alt gestorben war, mehrere Millionen hinterlassen.

Die in Abb. 423 vorgeführte Maschine ist nicht mit der zu verwechseln, die inspäterer Zeit als Howe-Maschine angesprochen wurde. Tiefe besitzt Verbesserungen, welchenicht alle von Howe herrühren; viele davon, deren Benutzung für die Howesche Maschineauf einem Übereinkommen der damals existierenden größeren amerikanischen Fabrikenberuht, sind von Howes Gegnern ersonnen worden. Von deren Erfindungen sei jetztdie Rede.

Wenn Howe das Problem des MaschinennähcnS durch die Verwendung einesWeberschiffchens in Verbindung mit der öhrspitzigen Stadel zu der Erzeugung des Dvppel-steppsticheS für die Erfordernisse der damaligen Zeit auch in zufriedenstellender Weisegelöst hat, so zeigt doch ein Blick aus die nebenstehende Abbildung seiner ersten Maschine,daß diese von den heutigen Maschinen sehr wesentlich abweicht. Die Stadel schwingthorizontal, für den Stoff ist keine Platte, auf welcher dieser ausgebreitet werden kann,vorhanden, und vor allen Dingen ist die Fortbewegung des Stoffes unter der Stadelmangelhaft und umständlich. Sie geschieht nicht kontinuierlich, sondern vermöge einer inder Abbildung ersichtlichen, mit spitzen Stiften versehenen Stoffheftplatte, an welcher einedurch ein Zahnrad bethätigte Zahnstange angebracht ist. Ist die durch die Länge der

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