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Die Erfindung der Nähmaschine.
Zahnstange mögliche Verschiebung der Heftplatte erreicht, so muß sie bis zn ihrer Aus-gangsstellc zurückgedreht und der Stoff von neuem auf ihr befestigt werden. Das Un-bequeme dieser Arbeitsweise liegt so sehr auf der Hand, daß man sich nicht wunderndarf, wenn man alsbald bestrebt gewesen ist, sie durch bessere Methoden zu ersetzen.Bachelder erfand zn diesem Zweck 184!) das Stiftrad. Diese Einrichtung, die ähnlichauch bei Maderspergers Maschine vorhanden ist, besteht aus einem Paar hintereinanderliegender Scheiben, um deren Umfang ein zum Befestigen des Stoffes dienender, mitStiften versehener, biegsamer Gurt umgelegt wird. Die Fortbewegung des Stoffes ge-schieht durch Drehung des einen Rades, welches den Gurt, wie beim Riemcnbetrieb, zurMitbewegung veranlaßt.
Howes sowie Bachelders Einrichtungen litten aber beide an dem Übelstand, daß manmit ihnen nur gerade Nähte herstellen konnte, weshalb die Anwendung der Nähmaschineanfänglich nur eine beschränkte war.
I. M. Singer ist es zn danken, daßdas Anwendungsgebiet der Nähmaschinedurch die Erfindung des federnden Stoff-presserfnßes und des Schubradeserweitert worden ist. Das Schnbrad istein auf seinem Umfange fein gezahntes,aus der Nähplatte hervorstehendes Rad,das nach jedem Stich selbstthätig durch dieMaschine um einen bestimmten Winkelgedreht wird, wobei es den Stoff, dadieser durch ein unter Federdruck.stehendes Füßchen auf das Rad niedergedrücktwird, mit sich nimmt. Diese Transpor-tierungsart ist heute noch für Leder-arbeiten in Anwendung.
A. B. Wilson hat 1852 die fürSchneider- und Familienzwecke besteStoffschieberkonstruktion ersonnen,nämlich den Stoffschieber mit Viereck-bewegung. Tiefer hat mit dem Schub-lade das gemein, daß der Stoff vonunten verschoben wird. Wilsons Stoff-schieber macht, über der Nähplatte stehend,eine Bewegung vorwärts, wodurch der "g. EU«« gowcs Niihmnrchm- ( 184 «>.
Stoff um die Stichgröße vorgeschoben
wird, sinkt dann unter die Platte, geht zu seiner Ansgangsstelle zurück und hebt sich.Tann beginnt das Spiel von neuem. Wegen seiner Bewegung wird dieser Stoffschieberauch Hüpfer genannt. Mit dieser Erfindung war die Konstruktion der Nähmaschine zueinem bestimmten Abschluß gelangt. J.M. Singer hat Wilsons Stoffschieber noch dadurchverbessert, daß er dessen Bewegung bis auf den Niedergang zwangläufig gemacht hat. Inneuerer Zeit sind von verschiedenen Gesellschaften für schnellgehende Maschinen ganzzwangläufige Stoffschieber konstruiert worden. Sie sind wegen ihres gleichbleibendenFadengebrauchs für eine bestimmte Stichlänge auf die Stichgeschwindigkeit nicht ohneEinfluß.
Im Jahre 1853 erfand Wickersham die Transportierung von oben mittels desgezahnten Presserfußes. Die Bewegbarkeit des Stoffes ist hierbei unbeschränkt. Späterhat man den Stoffpresserfuß sogar drehbar um die Achse der Nadclstange angeordnet, sodaß der Stoff durch den Presscrfuß selbst nach jeder Richtung verschoben werden kann.
Gleichzeitig mit diesen Erfindungen tauchten auch neue Schlingenfänger auf. Zunächstist der von A. B. Wilson 1851 erfundene Greifer zu erwähnen, mit welchem man denDoppelsteppstich erzielt. W. O. Grover hat 1852 die Kreisnadel ersonnen, mit deren
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