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Die Nähmaschine.
Faden durch die Reibung zwischen ihm und dem Stoffe und auch durch seine Schwerezurückgehalten und von dem Ohr der Nadel in die Höhe gehoben wird. Um eine Nahtzu bilden, muß nun durch diese Schlinge ein zweiter Faden hindurchgesiihrt werden, deres unmöglich macht, daß die Schlinge wieder an die Oberfläche des Stoffes gezogenwird, oder es müssen zu gleichem Zwecke die aufeinanderfolgenden Nadelfadenschlingcnmiteinander verbunden werden. Im ersteren Falle hat man es mit Zweisadcn-maschinen, die als Tchnurstich-und Tvppelstcppstichmaschinen unterschieden werden, undin letzterem Falle mit Einsaden- oder Kettenstich Maschinen zu thun.
424. Schliligrnkildnng 425. Leder-mittels der Zludct. iiadrl.
426. Kakrn-riadel.
427. LvilevL ^ Gikks'Krttcustichgrcifrr.
428. Grouer k AnkersSchmirftich-Firrisnadrl.
Tie sichere Schlingenbildnng ist das Hanpterfordernis einer Nähmaschine. Blau hatdaher schon der Nadel eine solche Gestalt gegeben, daß ihr vermöge dieser die Eigen-schaft zu teil wird, mit Zuverlässigkeit eine dem Schlingenfänger zugekehrte Schlinge zuerzeugen. Zu diesem Zweck hat sie aus der dem Schlingcnsänger abgewendeten Seiteeine lange Nut, in welche sich der von der Garnrolle kommende Faden einlegt. Un-mittelbar über dem Ohr befindet sich in dieser Nut ein kleiner Hocker, der den Fadenablenkt und im größeren Bogen durch das Ohr gehen läßt, so daß nun aus der entgegen-gesetzten Seite der Nadel, die dem Schlingenfänger zugekehrt ist, eine weite Schlingeentsteht. Der langen Nut entgegengesetzt, also dem Schlingenfänger zugewendet, befindetsich eine kürzere Nnt; in diese legt sich der mit dem Stoff verbundene Faden, wenn dieNadel den Stoff durchsticht. Sie dient daher lediglich znr Schonung des Fadens. Nadeln,die im Bogen schwingen, müssen selbstverständlich nach dem Bogen gekrümmt sein, in demsie schwingen, dagegen bleiben gerade aus und abgehende Nadeln gerade. Für Lederarbeitenhaben die Nadeln statt der allseitig runden Spitze eine Schneide, mit welcher sie leichterin den Stoff dringen. Bei dein Kettenstich kommen noch die Hakennadeln in Frage, diestatt deS Ohrs eine durch ein Häkchen gebildete Öffnung besitzen, welche von dem zubenutzenden Garn gerade ausgefüllt werden muß.
Das zweite Stichbildnngsorgan sind die Schlingenfänger, die im allgemeineneine greiser- oder hakenähnlichc oder webschiffchenartige Gestalt besitzen können. Es sindverschiedene derselben abgebildet. Der Wilcvx L Gibbs-Kcttenstichgrcifer (Abb. 427) be-steht aus der Spitze, welche die Nadelsadenschlinge sängt, und der Schaufel, die den Zweckhat, die Schlinge zn halten und dabei auszudehnen, so daß die hcrabstcigcndc Nadel in dieoffen gehaltene Schlinge eintreten kann. Der Zapfen dient znm Einstecken des Greifersin die Welle. Wird eine besonders elastische Naht verlangt, so versieht man den Greisermit einer zweiten nach hinten stehenden Spitze, welche ihren Zweck durch Dehnung derSchlinge erreicht. Tie Grover L Baker-Kreisnadcl (Abb. 428) die znr Führung desUnterfadens dient, besteht aus einer nach einem Kreisbogen gekrümmten, mit einemZapfen versehenen Nadel, mit welchem sie in der Antricbsspindcl steckt. Aus ihrem