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Die Stickerei. Die sogenannten Lastspitzen.
Purninatischc Wufterstechmnschinrvon pritsch.
tickereien scheint zuerst einem Mitglicde oder Bediensteten der Firma Wetter trtzrss inGallen lSchweiz) gelungen zu sein, da von derselben im Jahre 1882 ein dies-bezügliches Patent erworben wurde. Diese ArtSpitzen gehören nun zu den gesuchtesten Artikelndieses Gebietes, da sie von den echten Spitzen invielen Fällen gar nicht zn unterscheiden und dochum einen bedeutend geringeren Preis herstellbarsind. Dieselben werden namentlich in der Schweiz und im sächsischen Voigtlande sabriksmäßig erzeugt,in großen Quantitäten, namentlich auch nach Frank-reich , exportiert und dürften bei weiterer Vervoll-kommnung geeignet sein, neben der mechanischenSpitzenherstellnng der Handspitze große Konkurrenzzn bereiten.
Der Grundgedanke der Erzeugung dieser Artvon Stickereien besteht darin, ein Spitzenmuster miteinem bestimmten Fadenmateriale aus ein Gewebevon anderem Materielle zn sticken und das letzteredann durch Behandlung mit Chemikalien, welchedasselbe zerstören, den Fadenstoff aber unbeschädigtlassen, zu entfernen, so daß schließlich nur dieStickerei — gewissermaßen in der Luft schwebend,weil ihres Grundes beraubt — zurückbleibt. Zuerstwurde zum Grundstoff Papier verwendet, das sichdurch einen Waschprvzeß aus der Stickerei entfernen ließ; da dieses aber das Bestickenmit dichteren Mustern nicht aushielt, wurden andere Grundstoffe gewählt. Das Verfahren,
die Stickerei mit baumwollenenFaden auf Seide herzustellen unddiese letztere dann durch Behandlungmit Chlorkalk aufzulösen, hatte denNachteil, daß der teure Seiden-grund verloren ging und der weitweniger wertvolle Banmwollfadenerhalten blieb.
Man wendet nun häufig dassogenannte Karbonisativnsver-sahren an, durch welchesPflanzen-fasern und Stoffe, wie Baumwolleoder Leinen, zerstört werden, wäh-rend tierische Fasern, wie Wolle undSeide, nicht leiden. Der baum-wollene Stickboden wird vor demBesticken in verdünnte Schwefel-oder Salzsäure gebracht,dann aus der Maschine mitWolle oder Seide besticktund hierauf einer höherenTemperatur ausgesetzt, wo-durch die Baumwolle eineArt von Berkohlungsprozeß(Karbonisation) durchmachtund so brüchig und spröde
S06. Handhabung der pneumatischen Mnlterstechmaschine van Pritlch.
wird, daß sie sehr leicht zerfällt. Eine andere Methode besteht darin, daß der zur Stickereiverwendete Faden in Chemikalien getaucht, mit denselben imprägniert wird, die ihn gegen