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Achter Band. Verarbeitung der Faserstoffe
(Holz-, Papier- und Textilindustrie.)
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Drahtseile.

weitergeführt wird. Die Windung, welche den Drähten durch die Drehung des Geschirr-hakens gegeben wird, löst sich durch die freie Drehung der Nachhängen wieder auf; andern-falls würden ohne Nachhängen die Drähte brechen. Auf dieselbe Weise tuenden später dieLitzen zu Seilen vereinigt. Die Windungen an Drahtseilen sind übrigens immer viel ge-streckter als an gewöhnlichen; bei einem Seile aus drei Strängen zu je vier Drähtenmachen letztere etwa auf löoin, erstere auf 30 om einen Umgang. Die Drahtseile lassensich beliebig lang machen, da man immer einen neuen Draht anlöten kann, sobald einfrüherer aufgebraucht ist. In manchen Fällen genügt es auch, den neuen Draht etwasfrüher in die Mitte des Strahns einzuführen als er gebraucht wird, so daß die Zahl derDrähte auf eine gewisse Strecke um einen vermehrt ist, und das Neue vereinigt sich durchdie Reibung mit dem Alten. Für die Fabrikation wendet man übrigens jetzt ebenfallsMaschinen an, welche schneller und billiger arbeiten als die Menschenhand, und derenBanart im wesentlichen dieselbe ist wie die zur Anfertigung von Hanfseilen.

Die Drahtseile werden znm Schutz gegen Rost entweder mit einer zähen und ge-schmeidigen Fettmischnng überzogen und in ihren Zwischenräumen ausgefüllt, oder dieDrähte werden verzinkt, wobei dann das Einfetten wegfällt. Zu bemerken ist noch, daßman die Drahtseile, welche recht biegsam sein sollen, aus Haus und Eisen zugleich macht,indem mau sowohl Litzen als Stränge mit einer Hanfsecle versieht, d. h. um einen Haus-strang Eisendraht spinnt. Hierdurch wird die Biegsamkeit der Seile vermehrt, ohne ihreHaltbarkeit merkbar zu vermindern, und es haben sich somit die beiden Wettbewerber Hanfund Eisen zu einer Leistung vereinigt, die dem einzelnen im gleichen Maße nicht gelungenwäre. Das eiserne und stählerne Drahtseil hat sich nach seiner hohen Vervollkommnungdurch die Herstellung auf der Maschine jetzt einen Platz erobert, der früher dem Hanfseilallein anzugehören schien, das ist das Takelwerk der Schiffe, auf welchen es als „stehendesGut", „stehende Wand" in den Wanten znm Verspannen der Masten, als „laufendesGut" in den „Taljen" oder „Blöcken" znm Aufziehen, Niederlassen, Schleppen u. s. f.Verwendung findet, wo sonst allein das Hanftau herrschte.