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Tie Färberei und Appretur nebst Bleicherei und Zeugdruck.
die nur deren Produkte färben (Fabrikssärbereien), vielfach als selbständige Betriebel Lohnfärbercicn). In der Regel beschränken sich die Färbereien auf die Waren, die inihrem Bezirke bestellt werden, färben diese aber in jeder gewünschten Weise, so daß ineiner Gegend, wo ausschließlich Baumwolle versponnen und verwebt wird, die Färbereiennur Baumwollcnwarcn, in einer anderen nur Wollenwarcn, in noch anderen beide Artenund auch wohl Halbwolle, diese dann aber in allen Farben, in echten und weniger echten,wie es gerade verlangt wird, färben. Schärfer getrennt sind meist die Seidenfärbereien,weil diese für die zarte Seide besonders handgeübtc Arbeiter verlangen. In manchenIndustriezentren, wo alle Arten Fasern verarbeitet werden, gibt es natürlich auch Fär-bereien, die Baumwolle, Wolle, Seide und noch andere Fasern in jeder Weise färben.Eine Trennung nach den Farben findet nur selten statt. Türkischrot, welches sehr mühsamund deshalb nur im Großbetrieb vorteilhaft zu färben ist, wird von manchen Färbereienals ausschließliche Spezialität erzeugt. Auch besondere Jndigofärbereicn und Schwarz-färbereien gibt es; jedoch übernehmen die meisten Bnntfärbereien Schwarz, sehr viele
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Jndigvblan. Die früher durch Gesetze und Zunftordnungen herbeigeführte Trennung inSchön- und Schlechtfärber (nach der Echtheit der Farben) hat ganz aufgehört, wenn auchmanche Färbereien infolge der Ansprüche ihres Bezirks mehr aus die echteren, andere mehrauf die weniger echten, aber dafür meist schöneren Farben eingearbeitet sind.
Die Spinnfasern werden in allen Abschnitten der Verarbeitung gefärbt, als loseFasern (Baumwolle und Wolle), halb versponnen (baumwollene Kardenbänder undwollener Kammzug), als Garne und Gewebe. Seide, Leinen und Jute werden meist alsGarn, Seide in neuerer Zeit jedoch auch sehr viel „im Stück", d. h. als fertiges Gewebegefärbt. Die größte Menge der zum Färben gelangenden Wolle und Baumwolle dürftedagegen im Stück gefärbt werden, da dies, wo ausführbar, am vorteilhaftesten ist;Gewebe können in größeren Mengen mit Maschinen ohne viel Handarbeit gefärbt werdenund verlangen für die gleiche Farbtiefe weniger Farbstoff, weil dieser in die fest zusammen-gewebten Fasern nicht so tief eindringt als in die lockeren Garne oder gar in lose Wolleund Baumwolle; ferner fällt der oft ziemlich bedeutende Spinnverlust durch Verfilzender Wolle und das Verkochen (Verwirren und Verfilzen! von Garnen fort; dagegenzeigen sich Fehler viel empfindlicher beim Färben fertiger Gewebe, zumal wenn diese mitMängeln behaftet, die erst nach dem Färben hervortreten, in die Färberei gelangen.Garne werden hauptsächlich zur Erzeugung gemusterter Waren, die mehr als eine Farbe