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Die Appretur.
Trchstahl und Diamant (für Feindrehen, da der Trehstahl sich schnell abnutzt) hergestelltund besitzen bedeutende Festigkeit. Im Gegensatz znm Mangen wird das Zeug nicht aus-gerollt im Kalander behandelt, sondern läuft nur glatt ausgebreitet zwischen den Walzenhindurch, entweder nur zwischen zlvci Walzen oder zwischen der ersten und zweiten, zweitenund dritten, auch dritten und vierte» n. s. w. Bei dreiwclligen Kalandern bestehen dieobere und untere Walze gewöhnlich aus Papier und die mittlere aus Gußeisen, bei süus-welligen die erste, dritte und fünfte aus Papier, die zweite und vierte aus Gußeisen; mitersteren wird also zweimalige, mit letzteren wird viermalige Pressung erhalten, wenn derStoff zwischen sämtliche Walzen hiudurchläust. Die von den Papierwalzen gepreßtenFlächen bleiben matt, während die von den Mctallwalzcn berührten Glanz erhalten. DieMetallwalzcn können meist durch hineingelegte glühende Eisenstangen oder durch gespanntenDampf oder durch (im Innern angebrachte) Gasbrenner erwärmt werden, da durch er-wärmte Walzen höherer Glanz erzielt wird. Wird nur eine der Walzen iMctallwalze)durch Maschinenkraft angetrieben und die übrigen von dieser durch Reibung mitgenommen,
600. KtmnPfkalandcr (Beeile).
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so haben sie alle gleiche Umfangsgeschwindigkeit (Rvllkalauder) und sie wirken nurdurch Druck auf den Stoff; werden dagegen die Metallwalzen mit größerer Umfangs-geschwindigkeit (durch Zahnräder) als die Papierwalzen bewegt, so gleiten erstere mitstarker Reibung auf dem Stoff (Gleit- oder Friktious-Kalander) und erzeugen da-durch höheren Glanz.
Laufen zwei Zeugstücke aufeinander gelegt oder ein Stück zusammengefaltet, Leisteauf Leiste, durch den Kalander, so erhält das Gewebe durch eine geringe Verschiebungund folgendes unregelmäßiges Plattquetschen der sich aneinander reibenden SchußfädenMoirierung (gewässertes Aussehen); dieses läßt sich auch aus andere Weise erreichen,z. B. indem das Gewebe vor dem Einlauf in den Kalander über die wellenartig geformteKante einer Eisenschieue läuft, die ebenfalls eine Verschiebung der Schußfäden hervorruftund zwar je nach dem Verlauf und der Länge der Wellenlinien verschieden.
Enthält die Metallwalze des Kalanders eine erhabene Gravierung, so prägt diesedem durchgehenden Zeuge das Muster auf; dieses Verfahren, Pressen oder Gaufrierengenannt, findet zur Musterung von Futterkattuneu, mit Leimwasser gesteiften Buchbinder-kalikos und von Sammetwaren Anwendung. Die Abb. 599 zeigt eine Gaufriermaschine
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