Haut und Fellsorten. Wässern und Weichen der Häute und Felle.
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Vorbereitende Arbeiten:
Ausbewahrnng, Wässern und Weichen der Häute und Felle.
TaS Hantmaterial wird mit Ausnahme der für Pelzwerk bestimmten Felle bekannt-lich nicbt mit den Haaren gegerbt, sondern es ist notwendig, das; diese, sowie die Ober-nnd Untcrhant entfernt werden. Es müssen also die Häute vor dem Gerbprozcsse ver-schiedenen Arbeiten unterworfen werden, die bei den einzelnen Zweigen der Gerberei fastdie gleichen sind und deswegen für allederselben gemeinschaftlich besprochenwerden können.
Das Hautmaterial gelangt ent-weder im grünen oder im gesalzenenl trocken oder naß gesalzen) oder im ge-trockneten Zustande in die Gerbereien.
Werden die grünen Häute nicht soforteingearbeitet, so müssen sie zunächst en. per Gerl>crl>au,».
von Kot, Knochen (Stirnbein, Schweis-
bein), Blut und sonstigen anhaftenden Unreinigkeitcn befreit und zur Verhütung vonFäulnis mit Kochsalz konserviert werden; in diesem Zustande bleiben sie bis zur Einarbeitung.
Bei der Einarbeitung werden die grünen Häute ebenfalls von den oben angeführtenBestandteilen befreit und zur Entfernung von Blut, Unreinigkciten auf mehrereStunden in reines Wasser eingeworfen oder eingehangcn; während dieser Operation,welche man als Wässern bezeichnet, müssen die Häute öfters herausgenommen und imWasser bewegt und nach der Be-endigung derselben mehrmals mitreinem Wasser gut gespült werden.
Das Wässern ivird entweder infließendem Wasser (in Bächen oderFlüssen) oder in besonderen Weichbottichen ausgeführt, bei welchenbeständiger Wasserzu- und -abflnßvorgesehen ist, oder in welchen dasWasser mindestens einmal vollständigdurch reines Wasser ersetzt wird.
Gesalzene Häute und Felle werdenin ähnlicher Weise gewässert, nurist eine längere Einwirkung desWassers, etwa 2 — 3 Tage, und einöfterer Wasserwechsel erforderlich,um das Salz vollständig zu lösenund die Häute genügend zu erweichen.
Die getrockneten Häute müssenbei ihrer Einarbeitung zunächst wiederdennrsprünglichenGradderWeichhcit sm. M-Nkfaß.
erlangen, der Prozeß, durch den man
diesen Zustand herbeiführt, ivird als das Weichen bezeichnet. Diese Operation ivird ingleicher Weise wie das Wässern, nur entsprechend länger, ausgeführt und bei sehr stark auf-getrockneten Häuten durch Strecken mit dem sogenannten Strcckeisen auf dem Baume oderdurch Walken in einer Knrbclwalke oder in einem Walksasse (10—20 Minuten lang) aus-geführt. Derartige Walkfässer sind jetzt in jeder größeren Fabrik für die verschiedenstenZwecke im Gebrauch, so z. B. znm Answaschen der Blößen und der fertige» Leder, zumSchnellgerben, znm Imprägnieren der Leder mit Fett n. s. w. Beim Strecken werden dieHäute mit der Fleischseite nach oben auf den Baum gelegt und die noch nicht genügenderweichten Teile mit dem Strcckeisen auseinandergczogcn und gelockert. Die Häute kommen
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