Lederfärberei.
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Tie als Dänischledcr oder Sucde bezeichnete Lcdcrart ist Glaceeleder, welches wegenvieler Beschädigiinge» auf der Narbcnjcitc nicht auf dieser, sondern auf der glatt geschliffenenFleischseite ausgefärbt worden ist nnd bei seiner Verwendung auch mit der letzteren nachaußen getragen wird. Das Schleifen der Fleischseite erfolgt mittels Bimsstein mit der Handoder mittels Schleifmaschine. Das Ausfärben wird iu gleicher Weise, wie bei dem aus derNarbenseite ausgefärbten Glaceeleder bei hellen Farbentvnen durch Tunken nnd bei dunklenFarbentvncn nach dem Strcichvcrfahrcn ausgeführt.
Zum Ausfärben von Leder, namentlich von Glaceeleder, sind jetzt auch besondereFärbemaschincn konstruiert worden, die sich jedoch nur für die dunkleren Farbentöne,besonders für schwarze Leder, bewährt haben. Die gefärbten Glaceeleder werden aus-gereckt, getrocknet und in der früher beschriebenen Weise zugerichtet.
Das Färben des Chromleders. Nachdem in neuester Zeit das Chromleder aufdem Markte sich einen Platz erobert hat, wird dasselbe außer in Schwarz auch in jederanderen Farbe hergestellt. Das Schwärzen erfolgt in gleicher Weise wie beim lohgarenund weißgaren Leder. Für das Färben in den übrigen Farben mit Hilfe von Anilin-farbstoffen ist es notwendig, daß die Chromleder erst einige Stunden in ein Sumachbadeingelegt worden; hierauf werden sie gespült und im feuchten Zustande nach dem Streich-verfahren oder nach dem Tunkverfahren ausgefärbt, woran sich die Trocknung und dieweitere Zurichtung anschließt.
Färben des sämischgaren Leders. Sämischleder wird auch für verschiedeneZwecke gefärbt, wozu man sich zweier Verfahren bedient. Das erste derselben, welchesprimitiv ist, besteht einfach darin, daß der Farbstoff, welcher unlöslich sein muß (gewöhn-lich verwendet man hierzu Mineralsarbstoffe, z. B. Ocker), mit Wasser und einem Binde-mittel, wie Stärkekleister, zu einem dünnen Brei verrieben nnd dieses Gemisch mit Hilfeeiner Bürste auf das Fell aufgetragen wird. Diese Farben sind wenig widerstandsfähigund verlieren sich beim Waschen des Leders vollständig. Das zweite Verfahren, bei demman ausschließlich Pflanzenfarbstoffe verwendet, ähnelt sehr der Färbemethode der Glacee -färberei. Da das Sämischleder jedoch kein Metallsalz enthält, welches den Pflanzen-farbstoff fixieren kann, so muß es zunächst mit einem solchen gebeizt werden; für helleFarben wählt man Alaun nnd Weinstein und für dunkle Farben holzessigsaures Eisen.Nach dem Beizen erfolgt das Ausfärben mit der Farbstofflvsnng. Diese Operationenwerden wie bei der Glaceefärberei entweder durch Aufstrcichen oder durch Tunken vor-genommen.
Sattler, Schuh- und Handschuhmacher .
Verarheiiung des Leders. 'SaNlcr- und Cdsästierarlieil. Der Schuhmacher. Der saörikmäkige Belrieö, diemechanische Schiiljsaörikaliou. Haiidschnhtaörikaliou. Glacechaudschuhe. Arsprung ihrer Fuöriliaüou. MaieriaüLgatillerim der Fette. Anschneiden »nd Nahen.
Die Lederindustrie mit allem, was damit zusammenhängt, bildet ein so weit um-grenztes Arbeitsfeld, daß wir an eine erschöpfende Behandlung desselben nicht denkenkönnen und uns auf die Hervorhebung einiger Teile beschränken müssen. Erzeugung nndVerbrauch von Leder zu den verschiedensten Bedarfs- und Luxuswareu steigen alljährlich,und die hierauf bezüglichen technischen Fortschritte unserer Zeit sind so vielfach als erheblich.
Wenn Wechsel der Zeitverhältnisse und Änderungen des Geschmacks einzelne Ge-schäftszweige emporheben und andere sinken lassen, so ist die Lederindustrie in demgünstigen Falle, daß ihr die Neuzeit nur Vorschub und Förderung leistet. Der Einflußder Eisenbahnen z. B. aus den Verbrauch von Leder ist ein großartiger zu nennen. Anden Dampfrossen selbst ist allerdings für Riemer und Sattler nichts zu verdienen, wohlaber an den unzähligen Pferdefuhrwerken, welche durch die Eisenbahnen erst ins Lebengerufen wurden, im geraden Gegenteil zu der anfänglichen Besorgnis, die Pferdekraftwerde durch die des Dampfes bis auf einen kleinen Rest außer Dienst gesetzt werden.Seitdem ferner die Eisenbahn die halbe Welt zu Reisenden macht, hat sich ein ganzesgroßes Zeughaus mit angemessenen Vorräten lederner Reisegeräte aufgethan, um daslokomobile Publikum mit Reisekoffern und Hutschachteln, Reise- und Geldtaschen, Bries-
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