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Verarbeitung der Haare, Borsten und Därme.
das angehaltene Bügeleisen. Für das Bügeln der Teckelsläche hat die Drehbank einezweite, aufrecht stehende Spindel. Schließlich wird der Hut staffiert, d. h. auf der Näh-maschine eingefaßt, mit dem Futter und andcrm Beiwerk versehen.
Bei den glanzlvscn Filzhüten werden die über den Grund des Filzes herausstellendenHärchen nicht beibehalten, sondern durch Schleifen mit Bimsstein weggeschafft; und manläßt sie entweder weich oder härtet sie ebenfalls durch eine wasserdichte Steife. Hierbeiverfährt man so, daß der Hut mit der Schellacklösung getränkt und dann in Wasser ge-steckt wird. Das Wasser bezweckt die Ausscheidung des Schellacks aus dem Spiritus, unddie Steife dieser Hüte besteht somit aus einer im Filze steckenden Schicht pulvcrfürmigcnSchellacks.
Dies wäre in kurzen Andeutungen der Gang bei der Herstellung der Filzhüte in deralten handwerksmäßigen Weise. Gleich vielen anderen Handwerkszwcigen ist aber auchdie Hutmacherci dem Zeitdrange gefolgt, indem sie sich unter Zuhilfenahme geeigneterMaschinen in einen fabrikmäßigen Betrieb umwandelte und ihre Erzeugnisse möglichstschnell und billig herzustellen suchte. Insbesondere haben die Pariser Hutfabrikanten Lavilleund Ercspin bezügliche Verbesserungen in die Praxis dieses Betriebes eingeführt. DasMischen der Haare erfolgt nunmehr in einer Reihe von miteinander verbundenen Schränken.
Die Haare werden aus ein endloses Tuch gelegt,von welchem sie durch Walzen einer mit Schlag-flügeln versehenen, schnell umlaufenden Welleüberliefert werden, die sie in den ersten Schranktreibt. Eine Fache unterstützt die Bewegung, undso kann man durch die Glasfeuster der Schränkedie zu mischenden und zu reinigenden Haare wilddnrcheinandcrwirbeln sehen, wobei die zu kurzenund zu dicken, die sich für die Bcrfilzung nichteignen, zu Boden fallen und in Schnbkästen sichsammeln.
Die so behandelten Haare werden hieraufeiner Fach- und Filzmaschine, französisch bastw-86NSS genannt, überliefert, welche die oben be-schriebene mühsame und zum Teil auch un-gesunde Arbeit des Fachens und Verfilzcns aufeine sehr zweckdienliche Art ausführt. Zu diesem
674. Formen des gutes.
Ende werden die (wie eben beschrieben) vorbereiteten Haare, die eine wollartig lockereMasse bilden, von Frauen abermals auf ein endloses Tuch ll' (s. Abb. 675) ausgebreitetund von diesem gegen ein Paar sogenannte Speisewalzcn V geführt, welche die Haar-masse einer umlaufenden großen Bürste übergeben. Bei der so erfolgenden Wellen-bewegung gelangen die Haare in einen Kanalder sich allmählich in senkrechter Richtungverengt und in einen langen senkrechten Spalt endet, vor welchem eine große kupferneGlocke 0 steht. Diese Glocke ist mit zahllosen kleinen Lochern versehen, so daß sie eineArt Sieb bildet, mit einem feuchten Tuche überdeckt und dreht sich langsam um ihre senk-rechte Achse auf einem in sie einmündenden kastenartigcu Untersatze, aus welchem mittelseiner Luftpumpe die Lust gesaugt und so in der Glocke ein luftverdünnter Raum ge-bildet wird.
Im Kanale ^ werden die Haare von einem kräftigen Luftstrom ersaßt, aus demSpalte heraus gegen die Glocke getrieben und von dieser alsbald angesaugt, so daß siesich auf dem letztere bedeckenden feuchten Tuche filzartig zusammenhäufen, wobei sie all-mählich den ganzen Umfang der Glocke gleichmäßig überdecken. Damit die auf die Weisesich bildende glockeuartigc Haarschicht eine gleichmäßige Ticke erhalte, ist der Spalt nichtgleichzeitig in seiner ganzen Länge geöffnet, indem der die Maschine bedienende Arbeiteranfänglich den oberen Teil deS Spaltes mit einem passend geformten Brette R abschließtund nur nach und nach öffnet, so daß die Haarschicht an der Spitze der Glocke sich zuletztanlegt und nicht dicker werden kann als am Fuße derselben. Schließlich wird die so mit