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Tie Eisenbahnen: Linieniührung.
schlucht mit den offenen Strecken der Toppelschlinge*). Dnrch diese vier Schlingen wirddas Tessinthal in ebenso vielen Stnsen nacheinander genommen, während im Reuß-thal bei Wascn nutzer der Pfaffensprnngschlinge, wie oben erörtert, drei Höhenstusennebeneinander angeordnet liegen. Der durch jede der fünf Schlingen erzielte Höhcn-gewinn beträgt 35—50 m. Wegen der in Tunneln stets feuchten Schienen, daher ge-ringeren Reibung zwischen Lokomotivrad und Schiene, ist die Steigung in den Tunnel-schlingen, ebenso auch in den Kehrtnnneln auf 22 bis 23°^ ermäßigt. Tie stärksteSteigung von 27° oo findet sich im Tessinthal bei Giornico .
An Kunstbauten ist die Gotthardbahn überaus reich. Ein Sechstel von ihr liegt inTunneln und Galerien, deren 65 Stück mit einer Gesamtlänge von 42 sim vorhanden
90. Die Diuschinaschlucht bei Giorniro. (Drei Gleisstrecken übereinander.)Nach einer Aufnahme des Artistischen Instituts Lrell Füßli in Zürich .
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sind, d. i. mehr als die Hälfte der Länge aller deutschen Bahntnnnel. 1046 Fluß- undThalbrücken, Straßenüberführungen und Durchlässe mußten hergestellt werden; keinWunder bei den zahlreichen Thälern, Schluchten und Wasserläufen, die durchschnittenwurden. Und welche Summe von Arbeit und Kapital liegt in den vielen Nebenbautenbegraben, die sich dem Auge des Reisenden meist entziehen! Da waren mächtige Schutt-kegel und Wildbäche zu unterfahren, da mußte die Bahn gegen Steinstürze und Lawinen,gegen Eisblöcke und Baumstämme dnrch Galerien, Mauern und sonstige Schutzbautengesichert, angeschnittenes Felsgestein dnrch Manerklötze abgefangen werden u. s. w.
Tie höchste Stelle (1154 m über dem Meeresspiegel) liegt in der Mitte des großenTunnels, welcher nach Göschenen (Nordseite) zu mit 5°/oo, nach Airolo mit 2»/oo abfällt.Dieses Gefälle nach beiden Enden hin ist der Förderung und namentlich der Wasser-et Der Zusammenhang der Gleisstrecken in der Abb. 89 wird ohne weiteres klar, wennman den auf der Tafel dargestellten Lageplan der „Kchrtunnel in der Biaschinaschlucht" ausder oberen linken Ecke betrachtet. Abb. 90 deckt sich unmittelbar mit diesem Lageplane. Tieoffenen Strecken sind als starke, volle Linien gezeichnet, die Tunnel als gestrichelte.