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Verriegelung der Spitzwcichen und Spitzenverschlüsse.
entweder verriegelt gehalten werden oder von einem Weichensteller bewacht sein. Fernermüssen diese Weichen, falls sie von Personenzügen befahren werden, durch ein Signal derartgesichert sein, das; dessen Fahrstcllung nur nach Richtiglcgung der Weichen für den vorgeschriebenenWeg gegeben werden kann. Solange das Fahrsignal steht, muß es auch die zugehörige Weicheverriegelt halten. Steht das Signal auf „Halt", so muß die Weiche nach beiden Richtungenfrei nmstellbar sein. Diese Verriegelung wird vielfach durch die Riegel- oder Verschluß-rolle bewirkt, das ist eine nach Abb. 314 in den Signaldrahtzug neben der Weiche eingeschalteteRolle mit einem kreisförmigen Ansätze, der sich bei richtiger Weichenlage in einen der beidenSchlitze der mit den Zungen verbundenen Riegelstange einschickt. Bei unvollkommener Znngen-anlagc ist eine Drehung der Riegelrolle nicht möglich, und die Ziehung des Fahrsignals wirdverhindert. Nr. 1 und 3 in Abb. 31t zeigen die Lage des Riegelansatzes beim Haltsignal,Nr. 2 und 4 beim Fahrsignal. Diese Anordnung bildet das Gegenstück zu der Druckschienen-Berriegelung. Tort wird der Riegel durch ein Gestänge bedient, hier durch einen Drahtzng;daher ist er hier bogenförmig gestaltet.
Diese an sich treffliche Einrichtung verhindert nun aber nicht, das; der Signalwärter zufrüh das Fahrsignal einzieht, dadurch die Spitzweiche entriegelt und diese unter einem Zugeumlegen kann. Um solches unmöglich zu machen, muß die früher beschriebene Druckschieneoder ein Zeitverschluß angebracht werden.
Die Anwendung eines Riegeltopfes in Verbindung mit dem Signalmast zeigt Abb. 315.5V ist die von Hand bediente Weiche, Leren Riegelstange R durch den Stellhebel 8 von derStation oder dem Weichenturm aus verriegelt wird, sobald das Flügclsignal 51 mit seinemVorsignal V aus Fahrt gestellt wird. ^ bezeichnet den Drahtspanner (S. 308), D die Riegelstangezum Verriegeln der Hebel der übrigen Bahnhofsweichcn. Auch auf elektrischem Wege hat manSpitzweichen gegen vorzeitiges Umstellen gesichert.
SIS. Stellvorrichtung eines MaNentignats mit plorllgnat und gleichseitiger Herriegetung der von Hand
geltelttcn Hpitzweiche.
Spitzenverschlüssc. Die Weichen müssen mit dichtem Zungenanschlnß in ihrer Lageunverrückbar gehalten werden. Abnutzung in den Gelenken des Gestänges n. s. w., sowieÄnderungen durch die Wärme müssen ohne Einfluß auf das gute Anliegen der Weichenznngenbleiben. Dieses wird erreicht durch besondere, neben den Weichen in das Gestänge oder indie Trahtzüge eingeschaltete Stellvorrichtungen, Spitzenverschlüssc genannt. Ihre Bauart istverschieden. Bei den durch Stellwerke bedienten (zentralisierten) Weichen kaun nun eineBeschädigung der Stellvorrichtung eintreten, wenn ein Fahrzeug vom Herzstück aus einefür eine andere Richtung gestellte Weiche durchführt. Es muß dann mittels seiner Spur-kränze deren Zungen gewaltsam zur Seite schieben, sie aufschneiden. Das „Aufschneiden" istzwar strengstens verboten, kommt jedoch nicht selten vor. Zur Verhütung der hierbei sonstunvermeidlichen Zerstörungen im Gestänge oder im Stellwerk dienen die „ansschneidbaren"Spitzenverschlüsse. Auch deren Bauart ist sehr mannigfach. Bei mancher ist ein schwacherStahlbolzen eingelegt, dessen Festigkeit für das Umlegen der Weiche zwar genügt, nichtaber für das gewaltsame Aufschneiden. Er wird daher in letzterem Falle abgeschert(durchgeschnitten). Derartige Bolzen, in die absichtlich die Zerstörung geleitet wird, sindschnell und ohne nennenswerte Kosten zu' ersetzen. Abb. 316 zeigt einen der zahlreichersonnenen Spitzenverschlüsse mit Scherbolzen. Neben der Weiche fft das vom Stellwerkkommende Gestänge an den Spitzenverschluß angeschlossen. Ersteres liegt mittels einesDoppelhebels a d U in einem nm den Bolzen 1 drehbaren Winkelhebel o ä e. Soll die Weicheumgestellt werden, so legt sich das mit einer Rolle versehene Hebclcnde R, das in der in Nr. 2der Abb. 316 gezeichneten Lage die Weiche verriegelt hält, gegen cl, dreht den Winkelhebelund verstellt damit die Weiche, um diese sodann auch in der neuen Stellung wieder unver-rückbar zu erhalten. Der Winkelhcbel besteht aus zwei Teilen, die durch den Nbschcrbolzen ^zusammengehalten werden. Wird die Weiche aufgeschnitten, so wird durch den Druck derWeichcnstange durchgeschert und der obere Teil des Winkelhcbels verdreht sich gegen denunteren; dadurch tritt das obere Bogenstück über die Aussparung i des unteren Winkelhebel-stückcs (vergl. Abb. 316'-° mit 316°). Dem Doppelhobel a d R des Weichengestänges ist dadurch
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