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Neunter Band. Der Weltverkehr und seine Mittel. Erster Theil.
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Eisenbahnen: Signalwesen und Weichcnsicherung.

fast die ganze Beweglichkeit geraubt, der Wärter vermag den Wcichcuhebel nicht umzulegen,erhält also Kenntnis von dem Aufschneiden. Das Fahrsignal kaun nicht gezogen werden.Dieser Spitzeuverschlus; ist gleichzeitig so angeordnet, das; kleine, durch die Wärmeschwankungenhervorgerufene Längcnändernngen des Gestänges ohne Einfluß aus die gute Znngen-anlagc bleiben.

Alan ist in Deutschland noch weiter gegangen und hat die Weichcustellvorrichtung ver-schiedentlich so angeordnet, daß ein Aufschneiden ohne Anwendung von Schcrbolzen und der-gleichen möglich wird und doch auch der Wärter im Weichenturmc in sicherer Weise Kenntnisvon dem Vorgänge erhält. Bei diesen etwas vcrwickeltcrcn Einrichtungen werden die beidenWeichenznugen durch den Handhebel nicht gleichzeitig, sondern einzeln nacheinander verlegt,was zugleich den Vorteil geringerer Kraftanstrengung ergibt. Bei Wcichcnstellnng mit

Doppeldrahtzug benutzen Siemens L Halste denin Abb. 317 und 318 dargestellten Spitzenverschluß,der eine wirksame Vereinigung der Weichen-stellrolle mit einer Riegelrolle bildet. Ilm dieWagerecht liegende Stellrolle ist eine Kette ge-schlungen, an deren freien Enden die beiden nach

. > > n -— dem Stellhebcl laufenden Drahtzüge angeschlossen

sind. Die Rolle besitzt auf beiden Seiten einenbogenförmigen Ansatz, ähnlich dem in Abb. 314;

' der obere hiervon ist in Abb. 317 schraffiert und

gegen den unteren etwa zur Halste versetzt. Ober-halb und unterhalb der Rolle sind durch ihr Ge-häuse zwei mit den Weichenzungen verbundene undmit je zwei Ausschnitten versehene Riegelstangenhindurchgefühlt. Der bogenförmige Ausschnitt dientzum Verriegeln der Weiche, der gerade zu ihremVerstellen mittels eines kleinen aus der Mittejener Rolle versetzten Treibzapfcns a bezw. all So-bald die Stellrolle durch denTrahtzug gedreht wird, er-folgt zunächst die Entriege-lung der Weiche, dann dieUmstellung und schließlichdie Wiedervcrriegelung. InAbb. 317 hält der obereRiegel die Weiche fest, deruntere stößt gegen seineRiegelstange; in Abb. 318ist es, entsprechend der an-deren Wcichenlage, umge-kehrt. Wird die Weicheaufgeschnitten, so wird zu-nächst die an der abliegendenWcicheuzungc befestigteRiegelstange, welche nichtverriegelt ist, durch die Rüderdes aufschneidenden Fahr-zeugs bewegt. Hierbei wirddurch den Druck auf denTreibzapfeu a bezw. a' die

Stellrolle gedreht und dadurch die Verriegelung der mit der anliegenden Zunge ver-bundenen Riegelstange aufgehoben, woraus beide Zungen gemeinschaftlich fortbewegt werden.Durch den gleichzeitig mitbewcgten Drahtzug wird eine Änderung am Stellwerkhebcl bewirkt,wodurch der Wärter Kenntnis von dem Aufschneiden erhält (vergl. S. 292). Endlich ist auchnoch für, den Fall eines Trahtbruches eine . Sicherung für das feste Anliegen der Wcichen-zungen getroffen, indem in jede Drahtleitung neben der Riegelrolle eine sogenannte Traht-rißsperre eingeschaltet ist. Reißt in Abb. 317 z. B. der untere Draht, so zieht die gezeichneteSpiralfeder einen kleinen Winkelhebel an, dessen freies Ende in die Nut einer Führungsstangeschlägt und sich gegen die Stirnfläche der Nut stemmt, dadurch eine Drehung der Riegelrolleund ein Abklappen der Zunge wirksam verhindernd. Auch für diesen Zweck sind sehr ver-schiedene Anordnungen erdacht worden.

Zwischen einem deutschen und einem englischen oder amerikanischen Stellwerk bestehthiernach ein wesentlicher Gegensatz, der namentlich durch die in Deutschland gestellten hohenAnforderungen an die Aufschneidbarkeit der Weichen, durch die Drahtzugbewegung u. s. w.hervorgerufen ist.

Ausgleichvorrichtungcn. Die Weichen- und Signalleitungcn werden durch dieWärmeunterschiede länger und kürzer, was das Umlegen der Weichen und Signale unter

SI6. Süslings Spitzenvcrschlnk mit Abscheri-olzen.