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Trotzdem ist die Lust im Tunnel sehr schlecht. Die Bahnsteige sind nur ca. 2 m breit,zum Vorteil der Reisende» ist aber hier der Verkehr weniger lebhast als auf anderenStationen, ivas bei den Riesenlreppen (Auszüge fehlen) auch kein Wunder ist. Tie Shad-wellstation ist ganz ähnlich angelegt und dadurch noch bemerkenswert, daß über ihremeinen Ende sich der Viadukt der Blackwallbahn (S. 336) hinzieht. Zwei Pfeiler derselbenruhen auf dem Tunnel der East Londonbahn und mußten nebst fünf anderen bei derenBau abgefangen und untermauert werden, ohne daß der Betrieb der Hochbahn gestörtwerden durste; dabei haben die Gleise beider Bahnen hier 20 in Höhenabstand.
Die Anlagekosten der Untergrundbahnen sind sehr hohe. Ungewöhnlich hoch sindsie auf dem 1884 vollendeten Schlnßstück des Jnnenrings gewesen. Dieser nur 2,8 Irinlange Bahnabschnitt hat insgesamt die ungeheure Summe von rund 65 Millionen Markgekostet, das macht rund 23 Bkillionen Mark für das Kilometer. Die Einzelkosten stellensich wie folgt:
Baukosten. 5788000 Mark
Grundcrwerbskosten. 10821000 „
Nebenkosten für ülanalisauon und Straßenerwciterung 6638000 „
SbS. Sssenrr Einschnitt der Station KhaLwett.
SdS. Querschnitt der Station Mapping.
Ziehen wir des Vergleichs wegen die Berliner Stadtbahn heran, so ergeben sich zugleichfür die älteren Abschnitte der Londoner Untergrundbahn folgende Zahlen:
a) Bankosten ssir 1 ion
Älterer Abschnitt der Untergrundbahnen 2500000 MarkEast Londonbahn (nördlich der Themse ) 4324000 „
Jnnnenring-Schlnßstück. 5788000
Berliner Stadtbahn. 2745000
b) Gesamtkosten für 1 Irrn
Ältere Abschnitte der Untergrundbahnen 7800000 MarkJnnenring-Schlußstück (1883) .... 23247000 „
In den beiden letzten Beträgen sind die Kosten für wiederverkäusliche Grundstücke ein-begriffen. Die reinen Baukosten sind auf dem Schlußstück des Jnnenrings ungefähr doppeltso hoch gewesen wie die der Berliner Stadtbahn . Tie Grunderwerbskosten haben sich inLondon trotz der unterirdischen Anlage fast viermal höher gestellt als in Berlin .
Infolge des hohen Anlagekapitals ist trotz des starken Verkehrs dieser Bahnen diejährlich zur Verteilung gelangende Turchschnittsdividende nur sehr gering. Auch dieBerliner Stadtbahn , welche seiner Zeit durch den Staat ausgebaut wurde, verzinst ihrKapital nur schwach.
Bewundernswert ist der Betrieb der Untergrundbahnen. Wer je auf ihnen gefahrenist und aus ihren Stationen verweilt hat, war mit Recht erstaunt über die große Zahl derZüge, die dort in so sicherer Weise im dunklen Schoß der Erde gefahren werden. Zug