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Neunter Band. Der Weltverkehr und seine Mittel. Erster Theil.
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Stromkorrektioncn.

Jahren möglich, den Flnß zn passieren, ohne daß man nötig hatte, die Beinkleider höherals bis znm Knie ansznschlagen. Die Elbinger Weichsel verschwand aus der Liste derSchiffahrtsstraßen. Sie wurde durch den Weichsel -Haff-Kanal ersetzt, eine Anlage, dieEnde der 40er Jahre begonnen und 1850 dem Verkehr übergeben wurde. DerKanal besitzt eine Länge von etwa 20 üm. Durch die Dimensionen der Abschlußschleusenwar die Leistungsfähigkeit dieses Wasserweges beschränkt. Man ging daher nach derKatastrophe der 80 er Jahre daran, die Mündnngsverhältnisse der Weichsel durch dieSchaffung eines neuen Weges zur See zu verbessern und in Verbindung hiermit dieElbinger Weichsel zu regulieren. Durch Gesetz aus dem Jahre 1888 wurde die Ab-schließung der Elbinger Weichsel durch einen Teich mit Anschleusen an den rechtsseitigenDnrchstichsdeich und an die Stromdeiche deS großen Marienburger Werders vorgesehen.Diese Arbeiten haben es bewirkt, daß die Elbinger Weichsel wieder für den Verkehrnutzbar geworden ist.

An der alten Völkerstraße, der Donau , die durch ihre Richtung von Westen nachOsten unter den europäischen Strömen eine exceptionelle Stellung einnimmt, sind im

43S. Das Eiserne Thor: Grrbennase.

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Interesse der Schiffahrt gleichfalls außerordentlich umfangreiche Arbeiten zur Ausführunggekommen. Dieser Strom würde in der Geschichte wohl eine noch bedeutendere Rolle gespielthaben, hätte die Natur denselben nicht mit einer so großen Anzahl von Schiffahrtshindernissenbedacht. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts ging man daran, nach einem einheitlichenPlan die natürlichen Hindernisse aus der Welt zu schaffen. Im Jahre 1830 fand dieerste Fahrt eines Dampfschiffes auf der Donau und zwar von Wien nach Budapest statt.Die oberhalb Wiens zwischen Grein und Krems vorhandenen großen Stromschnellenwurden durch die Herstellung eines tiefen Flußkanals umgangen. Unterhalb galt es dreigroße Hindernisse, und zwar auf der Strecke zwischen Preßburg und Gönyo, bei demEisernen Thor und an der Sulinamündung, zu beseitigen. Außerdem waren bei Wien um-fangreiche Arbeiten auszuführen, sollte diese Stadt von ihrer Lage an dem wichtigenStrom einen wirklichen Vorteil haben. Für diese Arbeiten wurden 30 Millionen Guldenaufgewandt. Ungarn gebührt das Verdienst, zur Verbesserung der Wasserstraßen eineaußerordentliche Regsamkeit entfaltet zu haben. In seinen Händen lag auch die Ausführungder Riesenarbeit am Eisernen Thor. Schon die Römer waren bemüht gewesen, dieSchiffahrtshemmnisse am Eisernen Thor zn beseitigen. Die Felsen im Strome selbst zuentfernen war der damaligen Jngenieurtechnik nicht möglich, sie mußte daher zu einemanderen Mittel greisen. Auf dem rechten Tonaunfer wurde oberhalb des Eisernen Thor-