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Neunter Band. Der Weltverkehr und seine Mittel. Erster Theil.
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Stromkorrcknonen.

die Donau wirklich als eine leistungsfähige Schiffahrtsstraße bezeichnet Iverden kann,und der Mensch Sieger über die von der Natur bereiteten außergewöhnlichen Hemmungengeworden ist.

Die Rcgulierungsarbeiten au der Sulinamündung (der mittelsten der 3 Mündungs-arme der Donau , wurden von dem Jahre 1856 ab durch eine internationale Kommissionunter Aufwendung von 17 Millionen Gulden ausgeführt. Mächtige Molen wurden ge-schaffen, um die Mündung den Schissahrtszwecken dienstbar zu machen.

Wenn auch nicht von so gewaltigem Umfang wie in der Donau , so bereiteten dochdie Riffe und Stromschnellen unterhalb des Biugerlochs der Rheinschiffahrt mancherleiSchwierigkeiten.

An dem Bingerloch hat jedenfalls zu gewissen Zeiten nur bei Hochwasser eine Schiffahrtstattfinden können, und hieraus ist es wohl zurückzuführen, daß sich aus dem Niederrhein und auf dem Sberrhein eine selbständige Schiffahrt ausbildete. Bereits die Römerscheinen bemüht gewesen zu sein, die Schiffahrtshindernisse des Rheins zu beseitigen.

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«r. Ansicht eines Tancherschachtes.

Unter den fränkischen Königen war es besonders Karl der Große , der an dem BingerlochArbeiten ausführen ließ. Von den Erzbischöfen ließ Hatto I. diese Arbeiten fortsetzen:seinem Beispiel folgten später die Rheingrafen und im 13. und 14. Jahrhundertwiederum Mainzer Erzbischöfe. Wie wenig ausgedehnt und wirksam jedoch dieseArbeiten waren, geht daraus hervor, daß große Schiffe auch in der Folgezeit nochimmer umgeladen werden mußten, und zwar geschah dies teils auf kleinere Fahr-zeuge, teils auf Landfuhrwerke. Die Arbeiten am Bingerloch kamen auch in den folgendenJahrhunderten noch nicht zum Abschluß. Bis heute sind hier die Felssprengungen fort-gesetzt worden; mit Hilfe der mächtigen, der modernen Jngenieurtechnik zur Verfügungstehenden Arbeitsmaschinen, wie insbesondere der Taucherschachte, werden in absehbarerZeit aus dem Rbeinbett alle Hindernisse vollständig verschwinden. In dem abgebildetenLängenschnitt durch das Tragschiff und durch die auf einen Felsen gesenkte Taucherglockebezeichnet:

I Arbeiterschlafraum,8 Daiiiviwinden,ess Leitrollcn,ä Kettenschciben,

O Gcleiikkettcn zur Aufhängung derTaucherglocke,a lotrechte Schienen,in m Fahrstühle für die Förderarbeit,