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Einrichtungen der Flußhäfen.
währende Verunreinigung stattfindet, so ist eine regelmäßig sich wiederholende Vertiefung:des Hafens nicht zu umgehen. Dieselbe erfolgt durch Baggermaschinen, und zwar wendetman wegen der schlammigen Beschaffenheit der zu fördernden Massen Sang- oder Pumpen-bagger, an Stellen, an welchen man, wie in den Ecken, mit anderen Baggern nicht an-kommen kann, auch Greifbagger an. Man kann sich auch durch Spülung des Hafen-beckens zu schützen suchen. Taun wird zu diesem Zweck an geeigneter Stelle ein Schleusen-thor oder ein bewegliches Wehr angeordnet, durch welches beim Offnen eine so großeMenge aufgestauten Wassers in den Hafen gelassen werden kann, daß darin eine lebhasteStrömung entsteht, die den Schlamm mit sich fortreißt. Auch für die Erneuerung desstillstehenden und deshalb faulenden Wassers ist eine solche Einrichtung nötig, wenn sienicht ein lebhafter Grundwasserstrom ersetzt. In den Fällen, in welchen die Spülung
nicht wirksam genug ist, muß durchBaggern die Erhaltung der Tiefebewirkt werden.
Ist der Hafen, was Einfahrt»Lage und Abmessungen betrifft»allen Bedingungen angepaßt, die imeinzelnen Falle zu stellen sind, soist die nächstdem wichtigste An-gelegenheit die Ausstattung der Ufer»an denen das Verladegeschäst aus-geführt werden soll. Sie muß soerfolgen, daß nach Größe und-Wichtigkeit des Verkehrs eine mög-lichste Beschleunigung des Umschlags-stattfinden kann. Das erste Er-fordernis in dieser Beziehung isteine zweckentsprechende Befestigung,der Ufer. Die Ausführung richtetsich nach der Art der umzuladendenGüter und der dazu verwandtenHilfsmittel. Auch die Verhältnisse-des Baugrundes wirken aus die-Ausgestaltung mit ein. An Stellen»wo Sand, Kies und Steine aus den.Schiffen ausgeladen werden, oder-wo man das mit den Flößen an-gekommene Langholz ans Ufer zieht»genügt eine gute Abpflasterung innicht zu steiler Böschung. Die genannten Baumaterialien werden dann mit Ausnahme-des Holzes durch Schubkarren aus den Schiffskörpern herausbefördert und über einfacheLadebrücken ans Ufer geschafft; dort werden sie auf Freiladeplätzen, die wenigstens für-grobes Material nicht einmal hochwassersrei zu sein brauchen, abgelagert. Auch dieLadeplätze für andere Waren findet man zuweilen nicht besser ausgestattet, als durch einegepflasterte nicht zu steile Böschung. Amerikanische Flußhäfen und zuweilen auch euro-päische weisen eine solche sparsame Einrichtung auf.
Meist aber hat man dem Ufer eine bessere Ausstattung gegeben, vor allem in derAbsicht, den Schiffen die Möglichkeit zu gewähren, sich unmittelbar an das Ufer legen zu.können. Man wird deshalb, je nachdem die Lasten beschaffen sind, die am Userrand ge-lagert werden sollen, ein hölzernes Bollwerk oder eine steinerne Mauer errichten.Auch Ladebühnen können in Anwendung kommen.
Ist die Anlage eines hölzernen Bollwerks statthaft, oder vielleicht wegen zu.weichen Baugrundes empfehlenswert, so hat man den Vorteil, daß die erstmaligen Kostenbedeutend geringere sind, als für eine steinerne Mauer. Freilich besteht der Nachteil,
464. Suerschnitt eines Sollwerks.