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Lchifsthrtszcicheii.
Die parabolischen Spiegel, deren Erfinder unbekannt ist, wurden gegenEnde des 18. Jahrhunderts in England und Frankreich auf den Leuchttürmen ein-geführt. Am meisten im Gebrauch waren und sind teilweise noch versilberte Kupfer-spiegel. Diese Spiegel kommen aber immer mehr in Abgang, da sie den Nachteil haben,einen großen Teil des Lichtes zu verschlucken, teils wegen der Unvollkommenheit derForm, da die genaue mathematische Form sich bei den von Hand herzustellendenSpiegeln nicht erreichen läßt und die Abweichungen von derselben sich mit der Zeitdurch das Putzen und durch Beschädigungen noch vergrößern, teils wegen der wirklichenAufsaugung der Lichtstrahlen, die mit der mangelhaften Politur und mit der Oxydationdes Metalls zunimmt.
Statt dieser parabolischen Spiegel, genannt katoptische Apparate, sind jetzt fast aus-schließlich die aus Glaslinsen und Prismen bestehenden dioptrischen und kata-dioptrischen Beleuchtungsapparate in Anwendung. Durch die Einführung derums Jahr 1821 von Augustin Fresnel erfundenen Linsenvorrichtungen ist in der Küsten-beleuchtung ein größerer Fortschritt gemacht worden, als durch jede andere Verbesserung.Die von einem dünneren Mittel, z. B. Luft, in ein dichteres Mittel, z. B. Glas, über-gehenden Lichtstrahlen werden, wenn sie die Oberfläche schief treffen, gebrochen, geheninnerhalb des Glases in gerader Richtung weiter und werden beim Verlassen desselben
S4S. parabolische Linse. big. parabolischer Kpicgel. bso. polyronallinse.
Wieder abgelenkt. Die in der Abb. 548 dargestellte, vor der Lichtquelle O befindlicheplankonvexe Linse bietet daher ein Mittel, ebenso wie ein hinter der Lichtquelle auf-gestellter parabolischer Spiegel «Mb. 549) die Strahlen der Lichtquelle zu einem parallelenStrahlenbündel zu sammeln. Da große Linsen schwierig herzustellen wären und auch sehrviel Licht beim Durchgang durch die dicke Glasmasse verzehrt würde, so zerlegte Fresnelnach den Vorschlägen früherer Forscher den erforderlichen Glaskörper in eine Linse vonhöchstens 25 om Durchmesser und in einzelne die Linse umgebende Ringe von solchenAbmessungen, daß ihre Brennpunkte mit dem Brennpunkt der Linse zusammenfallen. Einesolche ringförmige, aus mehreren von einander unabhängigen und zusammengesetztenStücken bestehende polyzonale (vielgürtelige) Linse wirkt wie eine Sammellinse von deinDurchmesser des größten Ringes, enthält aber bedeutend weniger Glasmasse und kannbeliebig vergrößert werden. Da aber die oben und unten über die Linse hinausgehendenStrahlen bei diesen dioptrischen Apparaten noch verloren gehen würden, so hat man dieseStrahlen durch Metallspiegel aufgefangen und nach außen geworfen. Eine weitere Ver-besserung dieser katadioptrischen Apparate wurde im Jahre 1842 von Leonard Fresneldadurch herbeigeführt, daß er diese Metallspiegel durch Glasprismen ersetzte, welchedas Licht zuerst brechen und dann zurückwerfen. Diese als Spiegel wirkenden Glas-prismen haben den großen Vorzug vor den Metallspiegeln, daß sie, reine Glasmasseund reine Oberfläche vorausgesetzt, bedeutend weniger Licht verschlucken als die Metall-spiegel. Ein solcher katadioptrischer Beleuchtnngsapparat, Bienenkorb genannt, istsowohl in seinem ganzen Ausbau, wie in seinen einzelnen Teilen nach mathematischenRegeln geordnet und besteht aus einem eisernen Gerüste, auf dem die einzelnen Glas-teile aufgesetzt und mit durchsichtigem Kanadabalsam zusammengekittet sind. Die Auf-