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Neunter Band. Der Weltverkehr und seine Mittel. Erster Theil.
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740 Schiffbau.

Lancierrohres kann das Lancieren des Torpedos erst dann erfolgen, wenn der Schleusen-schieber wieder geöffnet ist, was durch eine besondere Verblockung mit der Abzugstangesichergestellt ist.

Zur Erzeugung der komprimierten Lust zum Auffüllen der Torpedolnftkessel, zumLancieren derselben sowie zum Treiben sonstiger Hilfsmaschinen für die Torpedowaffe

762 . übcrwasserlancierrohr. Nach „Engineering ".

dienen besondere Lustkompressionspumpen mit Wasserkühlung nach dem System vonBrotherhood und Whitehead. Die aus gezogenen Mannesmannrohren bestehenden Luft-sammler bilden gewissermaßen einen Akkumulator, um den Luftdruck zu verteilen. DasEinstellen der Über- und Unterwasserrohre in die Ziellinie erfolgt meist von besonderenTorpedozielstellen mittels der Torpedozielapparate. Dieselben stellen beim Zielen auf das

feindliche Schiff die Mittel-linie des Lancierrohres ein,unter Berücksichtigung derGeschwindigkeit und Fahrt-richtung des feindlichenSchiffes und der Geschwin-digkeit des Torpedos.

Während nun derTorpedo für die Schlacht-schiffe schweren und leich-ten Kalibers nur eineGelegenheitswaffe im Nah-kampf ist, und im Meleedes Gefechts, im richtigenAugenblick gegen dasfeindliche Schiff lanciert,seine verderbenbringendeWirkung äußern kann,ist er bei den Torpedo-booten in Verbindungmit der Torpedobootstaktikzu einer selbständigen Waffegeworden. Als Vater derheutigen Torpedobootekann ohne Zweifel der eng-lische Ingenieur Thorny-

croft hingestellt werden, welcher zuerst den Beweis lieferte, daß sich auch mit kleinenDampsbooten eine hohe Geschwindigkeit erreichen lasse. Die von ihm im Jahre 1873erbaute „Miranda" lief bei einem Deplacement von 16 t die außerordentliche Ge-schwindigkeit von 16 Seemeilen die Stunde. Dieser Erfolg führte zum Bau der erstenTorpedoboote, welche mit Whitehead-Torpedos ausgerüstet wurden mit einer hohen

763 . TorprLonrlapparat. Nach..Engineering".