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Postsparkassen. Postwertzeichen.
der Portosätze und desto schwieriger gestaltete sich deren Anwendung. Um diese zu ver-einfachen, kam man auf den Gedanken, bei Feststellung der Taxen für die Sendungenstatt der wirklichen Beförderungsstrecke die direkte Entfernung vom Abgangs- bis zumBestimmungsorte in der Luftlinie zu Grunde zu legen. In Preußen fand dieser Grund-satz zuerst in dem Portotax-Regulaliv vom Jahre 1824 praktische Verwertung. Die Folgedavon war eine sehr bedeutende Herabsetzung der Zahl der Portosätze. Später habendiese durch Verminderung der Entfernungs- und Gewichtsstufen eine immer größere Ein-schränkung erfahren, so daß man schließlich sogar hinsichtlich der meisten Briefsendungenzu einem für alle Entfernungen gültigen Einheitssätze gelangte. Die neueren Bestrebungenzur Verbesserung des Posttaxwesens sind nun vorzugsweise darauf gerichtet, die noch be-stehenden Gewichtsstufensätze nach Möglichkeit zu beseitigen, um damit eine weitere Ver-einfachung der Taxen zu erreichen. Diese sollten überhaupt so eingerichtet sein, daß sievon jedermann leicht berechnet werden können. Was ihre Höhe betrifft, so wäre diese imallgemeinen so zu bemessen, daß durch die Einnahmen nicht nur die Betriebs- und Ver-
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44. Belgien 4b. Frankreich 46. Spanien 47. Preußen 48. Sachsen 49. Österreich
1849. 1849. 1860. 18bO. I8bO. 1860.
ANFÜLLN
39 bis 49. Dir ältesten Zlostfreimarken.
waltungskosten gedeckt, sondern auch Mittel erübrigt würden, die in erster Linie zu Ver-besserungen im Verkehrswesen, dann aber auch als Beitrag zu den StaatsbedürfnissenVerwendung zu finden hätten. Letzteres dürfte aber nur in bescheidenem Maße geschehen,weil die zu große Ausnutzung der Post als Finanzquelle des Staats eine übelangebrachteBesteuerung des Postverkehrs in sich schlösse. Im Deutschen Reiche werden die Posttaxenfür die gewöhnlichen Briefe, Geldbriefe, Pakete und Zeitungen durch gesetzliche Be-stimmungen, für die übrigen Gegenstände und für den Reiseverkehr im Verordnungswegegeregelt. Die Verrechnung der Portotaxbeträge findet jetzt meistens durch Postwert-zeichen statt, welche aus Freimarken, gestempelten Briefumschlägen, gestempelten Post-karten und Kartenbriefen, sowie aus gestempelten Postanweisungsformularen bestehen.Der Buchdrucker Chalmers in Dundee gilt als Erfinder der heutigen Briefmarke. Siewurde zuerst in England im Jahre 1840 eingeführt, und ihr Gebrauch hat sich schnellüber den ganzen Erdball verbreitet. In einigen Kantonen der Schweiz und in Brasilien fand sie 1843, in den Vereinigten Staaten von Amerika 1847, in Bayern, Belgien undFrankreich 1849, in Österreich, Preußen, Spanien 1850 und später in allen übrigenzivilisierten Ländern Eingang. Ihre Verwendung hat sehr wesentliche Erleichterungenim Postbetriebe zur Folge gehabt, die sich zum Teil auch auf den Verkehr des Publikumsbei den Postannahmestellen erstreckt haben. Während der Absender früher genötigt war,für die einzelnen zu frankierenden Postsendungen an dem Postschalter den Frankobetrag bar