Herstellung der Buchdruckschristen.
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Instruments (das amerikanische System) auf beweglichen Armen, oder der eine Teil istfeststehend, der andere beweglich sdas englische System). Statt des Gießlöffels arbeitetdie Maschine mit einer Pumpe oder Spritze. Über dem im unteren Teile der Maschineangebrachten Ofen befindet sich die Schmelzpsanne, und in dieser steht die kleine Saug-und Druckpumpe mit ihrem Steigrohre. Die Aufgabe der Maschine ist nun, mittels derPumpe einen Strahl flüssiges Metall in die Gießform zu spritzen und, wenn das Metallerhärtet ist, den fertigen Buchstaben herauszuwerfen. Alle hierzu nötigen Bewegungensind mit dem einmaligen Umgänge der Hauptwelle beendet, und es wird sonach bei jedemUmschwünge des Rades ein Buchstabe fertig. Im ersten Teile der Bewegung hebt sichder Kolben der Pumpe, und es tritt aus der Pfanne Metall in dieselbe; gleichzeitig istaber auch der beweglicheTräger mit dem Gieß-instrumenteherangeschobenworden; die Eingußmün-dung der Form hat sichgenau an die Mündungdes Steigrohrs angelegt,und eine starke Feder drücktdas Instrument in dieserLage fest an. Jetzt sinktder Pumpenkvlben, dasMetall steigt im Rohre indie Höhe und spritzt miteinem Strahle die Guß-form aus. Der Jnstru-mententräger zieht sich nunwieder pon dem Spritz-rohre zurück, das Instru-ment öffnet sich, schließtsich nach Auswerfung des ^
Buchstabens wieder, unddie Reihe der Bewegungen 'beginnt von neuem. Dieeinfachen Gießmaschinenliefern zwischen 10 000 bis20 000 Lettern per Tag,während mittels Handgußfrüher davon nur 4000fertig wurden. Die prak-tischsten Maschinen sind die Bruceschen Gießmaschinen, welche meist zu Doppelmaschinenverbunden sind, und die bedeutende Schriftgießerei von I. G. Scheiter L Giesecke in Leipzig ist durchweg mit von der Firma selbstgebauten Maschinen nach diesem System eingerichtet,Übrigens ist die französische Gießmaschine von Foucher in Paris , sowie die deutsche vonKüstermann in Berlin nicht minder verbreitet.
Es dauerte lange, ehe die Schriftgießmaschinen überall sich Eingang verschafften.Der Hauptübelstand war, daß man weicheres, weil leichtflüssigeres, Metall nehmen mußte,und daß die Luft, welche bei dem schnellen Einspritzen des Metalls nicht entweichenkonnte, hohle Stellen in dem Typenkörper verursachte, welcher dadurch an Kraft verlor,dem Druck in der Presse Widerstand zu leisten. Hierdurch wurde die Type oft niedrigergedrückt, so daß sich auf dem Papier ein ungleichmäßiger Druck zeigte. Neue Ver-besserungen haben die Übelstände beseitigt, und die Gießmaschine ist jetzt ebenso allgemeinund unentbehrlich wie die Schnellpresse. Die bedeutendste Erfindung in dieser Richtungist die Komplettgießmaschine (Abb. 98). Dieselbe besteht aus zwei miteinander
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97. Letterngießmaschine.