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Zeilensetz- und Gießmaschine „Typograph".
deren obere dazu dient, die Ohren derjenigen Matrizen aufzunehmen, welche sich in höhererStellung befinden, während die untere Rinne für die übrigen Matrizen bestimmt ist. Nachdem Gusse werden die Matrizen in der üblichen Weise nach dem Ableger transportiert,wo sie vermittelst besonderer Borrichtnngen in gleicher Höhenstellnng nach ihren Behälternzurückwandern.
Man sieht, daß die Linotype zu den kühnsten Erwartungen berechtigt, und daß siesehr wohl im stände ist, auf dem Gebiete des glatten Zeitnngs- und Werksatzes revoltierendzu wirken. Die Leistungen der Maschine schwanken zwischen 7—9000 Buchstaben proStunde.
Eine andere, auf allerdings abweichenden Prinzipien beruhende, aber in ihrenLeistungen ebenfalls der Linotype eben-bürtige Zeilengießmaschine ist derTypograph. Aus Abb. 112 ist ihrBau deutlich zu ersehen. Die Maschinewurde vondenAmerikanernJ.R.Rogersund F. E. Bright erfunden, in Deutsch-land hat ihren Ban die Typograph-Gesellschaft in Berlin in die Hand ge-nommen und bereits über 200 Maschi-nen in Deutschland geliefert.
Das Setzen geschieht, wie bei derLinotype , ebenfalls auf einem Tasten-brett, wodurch sich die einzelnen Ma-trizen wie bei jener auslösen. Dieletzteren weichen aber gänzlich von denender erstgenannten ab. Sie bestehen auszwei Teilen: aus einem oberen Stahl-teile mit einer Öse und dem unterenMessingteile mit dem Schriftbilde.
Beide Teile greifen fest ineinander undsind außerdem noch gut verlötet. DieÖse dient dazu, daß die Matrize aufeinem polierten Stahldraht hin und hergleiten kann. Der auf Abb. 112 ersicht-liche obere Teil der Maschine wird Korbgenannt, an welchem die Matrizenhängen. Werden nun die Tasten an-geschlagen, so lösen sich die entsprechen-den Matrizen aus, laufen an den er-wähnten Stahldrähten entlang infolge ihrer eigenen Schwere nach einer Sammelrinnc,wo sie sich aufreihen. Ist die zur genauen Zeilenlänge bestimmte Anzahl Matrizenin der Sammelrinnc vereinigt, so wird den bis dahin lose an ihrem Platze hängendenMatrizen durch das Umlegen eines sogenannten Zeilenschlusses eine genaue Begrenzunggegeben, ein Greifer erfaßt den Fuß der Matrizen und richtet sie genau ein, so daß eingenaues Liniehalten erreicht wird. Die Spatien oder Ansschlußringe drehen sich undpressen die Matrizen auf Zeilenlänge auseinander, und zwar so, daß die Ausschlüsse injeder Zeile genau gleich weit sind. Alsdann legt sich die Gießform vor die Matrizenzeileund drückt sie gegen ihre Hintere Anlage, sie so auf genaue Schrifthöhe einstellend. EineZwischenplatte schiebt sich mit ihrer Eingußrinne vor die Gießform und den Schmelz-topf, welcher mit dem flüssigen Metall angefüllt ist, legt sich gegen diese an, und durchmechanisches Auslösen eines Pumpenhebels wird vermittelst einer kräftigen Feder dasflüssige Metall in die ständig durch Wasser gekühlte Gießform und gegen die Matrizengepreßt. Ein Augenblick der Ruhe dient zum Erkalten des Metalls, und alle eben be-
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IIS. Zeilrnsrh- und Kichmaschine „Typograph'
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