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Zehnter Band. Der Weltverkehr und seine Mittel. Zweiter Teil: Geistiger Verkehr.
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Hcstladc und Heftmaschine.

für Motoren- wie auch für Fußbetrieb gebaut, und eine Auswechselung von Teilen fürdie verschiedensten Formate findet nicht statt.

Das Heften der zu bindenden Bücher geschieht in kleinen Buchbindereien zumgroßen Teil noch mit Hilfe der Heftlade, aber selbst die einfachsten Hilfswerkzeuge hatman vervollkommnet, und so treffen wir auch da neben der verbesserten Heftlade Falzheft-und Fadenheftapparate. Es gibt drei Arten des Einbinden-, das Heften auf erhabene,auf versenkte und aus flache Bünde . Das erstere, ältere kommt jetzt gewöhnlich nurbei großen Büchern zur Anwendung, die sehr dauerhaft werden sollen; das zweite istdas gebräuchlichste; auf Riemen oder Band werden hauptsächlich Kontobücher geheftet,weil sie sich bei dieser Form am leichtesten aufschlagen. Die Zahl der Bünde richtet sichnach der Größe des Buches und be-trägt nach Umständen drei, vier bissechs. Außerdem entstehen zwei so-genannte Vize- oder Fitzbünde, einer zuoberst und einer zu unterst, dadurch,daß man an einer bestimmten, mar-kierten Stelle mit dem Heftfaden voneinem Bogen auf den nächsten über-geht. Durch den Heftfaden wird jedereinzelne Bogen an die Bünde an-gehängt; aber während dies bei ein-gesägten Bünden so geschieht, daß derFaden im Buche ziemlich in geraderLinie liegt, muß bei erhabenen Bünden,damit der Faden nicht das Papier auf-reißt, die Nadel so geführt werden,daß der Faden um den Bund ganzherum und dann erst weitergeführtwird. Auch bei gehefteten Büchernlassen sich mehrere übereinander fertigmachen, am leichtesten bei der eingesäg-ten Arbeit, denn hier lassen sich dieBundschnüre nach dem Heften noch hinund her ziehen, und man verteilt denFaden so, daß beim Durchschneidenjedes Bundes zu beiden Seiten einStückchen übrig bleibt. Diese vor-stehenden Enden werden nun auf-gedrieselt, und sie sind es, welche mitden Decken des Buches verleimt werdenund den Hauptverband desselben bilden.

Ferner dienen hierzu auch die sogenannten Vorsetzblätter aus Schreibpapier, die vornund hinten am Buche gleich mit angeheftet werden. Zu Vorsetzblättern wurden frühernur einfarbige Papiere verwendet. Seit Jahren werden marmorierte Papiere, und haupt-sächlich die unter den Namen Brokat und Dessinpapier eingeführten, auf litho-graphischem Wege hergestellten Vorsetzpapiere verwendet. Diese Papiere werden inkünstlerisch schöner, farbenprächtiger Wirkung von der Aklien-Gesellschast für Buntpapierin Aschaffenbnrg, von I. G. Fritzsche in Leipzig und von Th. Krctzschmar in Dresden als Spezialität angefertigt.

In Großbetrieben wird die Arbeit des Heften- ebenfalls mittels der Maschine aus-geführt. Namentlich ist es die von Gebrüder Brehmer in Leipzig -Plagwitz äußerst sinn-reich konstruierte Heftmaschine, welche statt des Zwirns Draht verwendet und die einegroße Umwälzung in der Buchbinderei hervorgerufen hat. Die verbreiterte Heftmaschine

iso. Fadricheflinaschinc;»»> Holliindrrn von Broschüren.