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Zehnter Band. Der Weltverkehr und seine Mittel. Zweiter Teil: Geistiger Verkehr.
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Fadcnhcftmascknnen.

ist die Universaldrahtheftmaschine von Gebr. Brehmcr, Leipzig-Plagwitz . Hier wird derDraht von einer neben der Maschine angebrachten Spule durch ein paar gehärtete Stahl-walzen in die Apparate der Maschine eingeführt, welche die gewünschte Länge vom Draht

abschneidet, hierauf über einen beweglichen Umlegblock eine Klammer f_f bildet, ins

Papier eintreibt und die Enden auf der Rückseite umlegt l > .

Mb. 151 stellt eine Universal-Drahthestmaschine dar, welche sowohl durch den Falz vonaußen nach innen, als auch seitlich bis zu einer Dicke von 20 mm heftet. Znm Hesten durch

den Falz ist der horizontale Tisch ab-zunehmen und der dachförmige so auf-zusetzen, daß die Schenkel nach obenstehen. Das Einstellen der Maschinefür verschieden dicke Bücher geschiehtin der Weise, daß Skala o aus die be-treffende Dicke gestellt wird; hierdurchwird bewirkt, daß sich der Kops, derdie Umlegcapparate trägt, in größereroder geringerer Entfernung einstellt,ferner wird die Zugstange am Draht-iransporthebel in das entsprechendemit der Skalanummer bei v überein-stimmende Loch geschraubt, wodurchdie für die entsprechende Bnchdickenotwendige Drahtlänge reguliert wird.Diese Maschine dient znm Hestenvon Broschüren, Kalendern, PrciSkou-ranten u. s. w.

Die solide Buchbindnng wird aus Quart-, Mediän-, Ropal- oder Jmperial-Bnchdraht-hestmaschinen ansgesührt, welche nach gleichem Grundprinzip konstruiert sind. Hier legt dieHeften» den zu heftenden Bogen auf den schwingenden Hestlisch, dieser führt denselben andie Hestköpfe, welche im Augenblicke des Berührcns eine Klammer durch den Bogen unddas darunter befindliche, von der Rolle sich abwickelnde Heftzcug hindnrchstoßen; im selbenAugenblicke werden die Klammcrschenkel durch am Tisch angebrachte Umbiegapparate aus derunteren Seite des Heftzengcs umgelegt und so bei jeder neuen Schwingung des Tisches eineneue Lage angefügt. Sind sämtliche Lagen des Buches vcrheftet, so wird durch einenraschen Schnitt einer dazu angebrachten Rinne entlang das Heftzeug abgeschnitten, und dasBuch kann herausgenommen werden.

151. Handheftappurat.

152. Hoüürrdrrappnrut

153. Falzhrftapparat.

Diese Maschinen werden jetzt in allen bedeutenden Werkstätten des In- und Aus-landes in vielfacher Anzahl verwendet, ihre Leistungsfähigkeit ist gegenüber der Hand-arbeit eine bedeutende, sie kann das sechs- bis zehnfache der letzteren leisten. Die Draht-heftmaschinen haben trotz der großen Vorzüge nicht zu unterschätzende Mängel, die beisolider Fadenheftung nicht vorkommen. Dieser Umstand veranlaßte die Konstruierungvon Fadenheftmaschinen. Die dabei zu lösende Aufgabe war noch schwieriger alsbei der Drahtheftmaschine, jedoch ist auch diese in höchst geistreicher Weise von Gebr. Brehmerin Leipzig-Plagwitz, Preuße L Co. in Leipzig -Anger u. a. gelöst worden. Die leistungs-fähigste Maschine, die der Gebr. Brehmer, die im Jahre 1885 auf den Markt gebrachtwurde, kann man als eine Nähmaschine verbunden mit einem Webstuhl bezeichnen. Sieheftet aus Zeug oder Band. Das Heftzeug befindet sich auf Rollen über der Maschine,über diesen befinden sich die Zwirnrollen, welche in drei- bis fünffacher Anzahl je nach