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Geschichte des älteren Holzschnittes.
wurde als Blockbuch gedruckt. So um 1440 iu Haarlciu, dauu in Flandern, Deutsch-land (Mainz und Bamberg ). Andere Lehrbücher folgten, und solche Blockbücher wurdennoch bis in die ersten Jahrzehnte des 16. Jahrhunderts gedruckt. Endlich gelang eSJohannes Gutenberg (um 1397 — 1468) aus Mainz , an Stelle der in den Block ge-schnittenen Buchstaben bewegliche Lettern zu setzen, diese aus Metall dauerhaft zu gießenund eine Buchdruckerpresse zu konstruieren, die schnellen und deutlichen Druck ermöglichte.Schon 1436 begründete Gutenberg in Straßbnrg eine Gesellschaft zum Betriebe derDrnckkunst, 1450 verband er sich zum gleichen Zwecke in Mainz mit Johann Fust undunter Beihilfe von PeterSchöffer wurde etwa seit1453 der Druck mit beweg-lichen Lettern geübt. Um1455 erschien bereits inGutenbergs Offizin die leidernicht datierte 42zeilige Bibel,während nach den Forschungenvon Dziatko die 36zeiligesich als ein Nachdruck der42zeiligen darstellt, 1457ein Psalter oder richtigerBreviarium, mit beweglichenLettern gedruckt, das erstedatierte Werk der Typo-graphie, 1462 die von Fustund Schöffer hergestellte großeBibel in 2 Bänden. Manhat Gutenberg die Erfindungder Buchdruckerknnst streitigmachen, dem Laurenz Costervon Haarlem u. a. sie zu-schreiben wollen. Doch istein unzweideutiger Beweisgegen Gntenbergs Prioritätbisher nicht erbracht.
Die Erfindung undVerbreitung der Buchdrucker-kunst, ganz besonders die Ein-führung der Druckerpressc,förderte ihrerseits die Aus-bildung des Kunstdruckes. Dieschwarze Kunst verbreitete sichja schnell auch über die deut-schen Grenzen hinaus. Über-all, in Rom, Venedig, Paris u. s. w. entstanden Offizinen, wurden Bücher gedruckt, denenman, wie bei den alten Manuskripten, soweit möglich Abbildungen einfügte, was der Ent-wickelung des Holzschnittes als Illustration zu gute kam. Aber auch die Herstellung vonEinzelholzschnitten, von Bildern mit oder ohne beigefügten Text nahm zu. Dem Bürgerund Bauern gab es billigen Wandschmuck (der „Prieff" an der Wand). Aus Messenund Kirchweihen wurden solche meist bunt bemalten Holzschnitte, Heiligenbilder undbiblische Historien, Wnndererscheinungen und weltgeschichtliche Ereignisse gern gekauft.
Über die Chronologie des Holzschnittes in seiner Jugendzeit fließen die Quellenspärlich. Die erste Jahreszahl auf einem Holzschnitt finden wir bei einer Darstellungdes heiligen Christophorus (Abb. 174) mit dem Datum 1423 (der älteste datierte Knpfer-
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