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von Nahrungsmitteln in größern Quantitäten, wie z. B. von rumfortischen Suppen, sich als ein höchst zweck-mäßiges Mittel für Ernährung der unbemittelten Volksklassen bewährt haben, und daß daher vorzüglich die-jenigen Gemeinden, denen die Erhaltung einer bedeutenden Anzahl Armer obliegt, zu rechter Zeit auf Errich-tung solcher Anstalten, sei es von sich aus, sei es in Verbindung mit wohlthätigen Privaten, Bedacht nehmensollten. Die Kantonalarmenpflcge wird gerne auf geschehene Anfrage hin nähere Anleitung über die Bereitungdieser Suppen ertheilen.
Möge unser wohlgemeinte Ruf vielfachen Anklang finden, und möge Jeder in seinem Kreise an demWerke der Liebe, das wir zu fördern streben, freudig mitarbeiten, so wird Gottes Segen nicht ausbleiben.
Gegeben in unserer Rathssitzung, Zürich , den 25. März 1844.
Der Amtsbürgcrmeister,
C. v. Muralt.
Der erste Staatsschreibcr,Hottinger.
Der April war ganz im Gegensatz gegen den März ein schöner Monat. Ueber die Ostern(7. und 8.) war es so schön wie noch selten. Unfreundlich war es bloß am 14.; am 18. hatteein Gewitter statt, bei dem der Blitz unweit Baltcnschweil einen vom Feld heimkehrenden jungenMann töbtetc. Ausgezeichnet schön war es vom 21. bis 25., in den letzten Tagen blies der Bis-wind scharf. Erst in diesem Monat entwickelten sich die ersten Frühlingsblumen im Freien. — DerMai war mehr unfreundlich und trüb, zwar nicht von Anfang an, denn bis gegen die Mitte wareS hell; am 12. fielen bei einem Gewitter Graupen; traurig war es über die Pfingsten (26. und27 ), es schneite am ersten Tag beinahe ununterbrochen und ein rauher Wind blies. — Am Endedieses Monats stand der Kornpreis zwischen 14 und 17 fl., der Brodpreis auf 8 ß., die Kartoffelnkosteten 10 ß. das Viertel. — Der Brachmonat war sehr schön, die Hitze stieg am 10. beträchtlich.In der Gegend von Winterthur fingen die Trauben an zu blühen. In der Nacht vom 10. aufden 11. entleerte sich über Winterthur und dessen Umgegend ein heftiges Gewitter, in Scuzachschlug der Blitz in ein HauS, doch ohne zu entzünden. Am 12. entleerte sich über die Stadt Zürich und Umgegend ein von Westen kommender schmaler Hagelstreifen, durch den in den GemeindenHottingen und Fluntern mehrere Güter schwer geschädigt wurden. Ungeachtet dieser Gewitter dauertedie nämliche herrliche Witterung bis zum 18. fort, und nach zwei Regentagen vom 21. bis amSchluß des Monats. Am 24. und 25. war die Hitze äußerst drückend. Am 27. schädigte ein Hagel-wetter die Gemeinden Uhwiesen und Flurlingen beträchtlich, so daß der Schaden auf zirka 40,000 fl.geschätzt wurde. Erstere Gemeinde erhielt von der Regierung einen Beitrag von 450, letztere von300 Frkn. Der Heumonat war nicht so schön als der Juni, vom 3. bis 10. regnerisch, am 14.stürmisch, der 15. überaus schön, vom 16. bis 19. war es wieder regnerisch, daher die Störcheum diese Zeit fortzogen; vom 22. bis 25. ausgezeichnet schön, am 28. hatte eS am Morgenschon einen Nebel, der Tag war dann übrigens sehr heiß und so auch die letzten Tage deS Monats.Am 26. schlug der Blitz in den Kirchthurm zu Knonau und verursachte einige Risse in der Mauer,ohne weiter zu schädigen. Der August war sehr veränderlich, bald regnerisch, bald sehr heiß, zuweilenwehte ein sehr scharfer Wind, der Schluß des Monats vom 27. an schön. Der Futterwachs warerfreulich. Die Getreidearten geriethen so, daß sie theils in ziemlicher Quantität, theils als feste,schwere Körner geerntet wurden, daher der Kornpreis denn auch auf 12 bis 15 fl. 25 ß., der