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Memorabilia Tigurina oder Chronik der Denkwürdigkeiten des Kantons Zürich 1840 bis 1850 / von Friedrich Vogel
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nicht zu öffentlichen oder Privatarbeiten angehalten werden können; 3) den Bundesrat!) mit mög-lichst gleichmäßiger Vertheilung der Flüchtlinge auf die einzelnen Kantone zu beauftragen.

An diesem Tage standen unsere Truppen: die Artilleriekompagnie Zeller zu Schaffhausen , dasBataillon Ginsberg zu Kreuzlingcn, die Scharsschützenkompagnie Burkhard zu Kaltenbach, dasBataillon Bruppacher in Thäingen, das Bataillon Bamli in Hettlingen .

Den 7. August beschloß der BundeSrath, 1 Bataillon von jeder Brigade, alle Artillerie bisauf 1 Batterie für jede Diviston und sämmtliche Kavallerie bis aus 1 Kompagnie zu verabschieden.Am 8. stimmte auch der Ständerath mit 30 gegen 7 Stimmen dem Beschluß des NationalratheSbei, worauf sich der letztere in einer Schlußsitzung am Abend des Tages bis zum 12. Novembervertagte.

Am 9. beschloß der Bundesrath eine zweite, noch bedeutendere Truppenverminderung; vom10. an kehrten die Pfälzer in Transporten von Zürich heim.

Am 11. marschirte das Berner Bataillon Hirsbrunner, das sich zu Zürich nicht heimisch gefühlthatte, nach der Heimat ab, es traf unser Bataillon Bantli und die Artilleriekompagnie Zeller ein, am 12. marschirte das Aargauer Bataillon Attenhofer ab und es traf dagegen 1 KompagnieScharfschützen von Luzern zu Zürich ein, 1 Batterie Artillerie von da in Wollishofen; am13. beschloß der Regierungsrath, das Flüchtlingsdepot in Winterthur aufzuheben und mit demjenigenvon Zürich zu vereinigen, 108 Mann aus demselben kamen nach Zürich , 292 kehrten heim;am 14. marschirte die Schwyzer Scharfschützenkompagnie Bräcker hier durch nach der Heimat,am 15. langte unser Bataillon Ginsberg und die Scharfschützenkompagnie Burkhard an, AbendsGeneral Dufour , welcher am 16. über die in hiesiger Gegend liegenden Truppen, nämlich 1 Ba-taillon Infanterie von Schwyz, 1 Kompagnie Scharfschützen und 1 Batterie Artillerie von Luzern ,auf dem Platz hinter der Kaserne Inspektion abhielt. Es war ein rührender Gedanke, die vor zweiJahren noch feindlichen Sonderbundstruppen nun vor dem nämlichen General Revue passiren zusehen, der damals gegen sie kommandirte. Auch Dufour, der mit seinem Stäbe zu Fuß war, schiendieses zu fühlen, und die gute Haltung der Truppen befriedigte ihn sehr.

Am 17. marschirte das Schwyzer Bataillon nach Winterthur ab, am 18. die Luzerner nach Hause.

Dem Flüchtlingskommissariat wurde die Aushingabe derjenigen badischen und bayerischen Pferde,die von keiner Seite als Privateigenthum reklamirt worden, übertragen, nachdem der badische Ab-geordnete Faber die Zahlung für Verpflegung derselben, welche 34,040 Fr. 89 Rp. betrug, bestrit-ten haben werde. Ebenso beschloß der Regierungsrath, eine Mecklenburger 7Pfünderhaubitze und 2Pferde zu ertradiren, und gab Auftrag, das zu Zurzach liegende badische Kriegsmaterial nach Zürich zu bringen.

Am 21. August reiste der erste Transport von circa 150 badischen Pferden, 4 und 4 zu-sammengekoppelt, jede Rotte mit einem unserer Trainsoldaten, in Begleit eines Offiziers und einigerUnteroffiziere nach Rheinau ab, wo die Uebergabe derselben stattfand.

Den 22. kam das Schwyzer Bataillon wieder zu Zürich an und marschirte am 23. nach derHeimat. Es ging der zweite Transport badischer Pferde nach Rheinau, ebenso die Pulver- und Mu-nitionswagen. Den 24. hob der Regierungsralh die Piketstcllung des Bundesauszuges auf, den 25.ging der letzte Transport badischer Pferde ab.

Am 28. August besammelte sich der Große Rath. Den 29. wurde Herr Oberrichter Ammann

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