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Wildberg
zählte im Jahr 1836 1046, im Jahr 1850 990 Einwohner und zwar 777 Gemeinds-, 192 Kan-tons-, 16 Schweizerbürger, 5 Ausländer. Es kommen auf die Zivilgemeinde Ehrikon 195, aus dieZivilgemeinde Schalchcn 361, auf Wildberg 434 Einwohner.
Neben dem Landbau ist die Baumwollweberei die am weitesten verbreitete Beschäftigungsart.Dann hat cS Fabrikarbeiter, Handwerker, Taglöhner, Spuler u. s. f.
Im Jahr 1840 wurde auf der Pfrundlokalität ein neues Waschhaus und Holzschopf erbaut,das zirka 1000 fl. kostete, 1841 eine neue Kommunikationsstraße nach Ehrikon hergestellt, an derenKosten die Gemeinde von der Regierung einen Beitrag von 280 fl. erhielt, — 1843 wurden imPfarrhaus Reparaturen im Belang von 800 fl. ausgeführt.
In den Theurungsjahren 1845 —1847 mußte neben den gewohnten Vorkehrungen auch zuAustheilung von Sparsuppe geschritten werden, unter welche man Mais, Hafermehl und Erbsenmischte. Die Austheilung geschah an zwei Orten, im Wirthshaus zu Wildberg und im SchulhauSzu Schalchen.
DaS Wichtigste, was in dem Dezennium von 1840—1850 in der Gemeinde statthatte, warder Bau einer neuen Straße vom Kcmt- ins Tößthal. Im Jahr 1848 wurde der Bau derselbenvom Staat übernommen und eS wurde solche durch die regicrungsräthliche Unterstützungskommissionunter spezieller Leitung des Herrn Regicrungskommissärs Greutert durch verdicnstlose Arbeiter ausdieser und andern Gemeinden ins Werk gesetzt, 1849 die Strecke der Straße von Wildberg nachRußikon, 1850 die 7891 Fuß lange Strecke von Wildberg bis zur Spinnerei Friedthal im Tur -benthal hergestellt.
Diese kirchliche Filialgemeinde hatte im Jahre 1836 959, im Jahr 1850 887 Einwohner undzwar 310 Gemeinds-, 479 Kantons-, 76 Schweizerbürger, 22 Ausländer. Es kommen auf dasDorf Wipkingen 462 , auf die Ortsgegend Letten 163, Hard 78, Röthel 73, Weyer 37, Guggach28, Rosengarten 24, Weid 22 Einwohner.
Landwirthschaft beschäftigt Viele. Dann hat es Fabrikarbeiter, Kattundrucker in zwei dortigenKattundruckereien, Handwerker, mit dem Handel Beschäftigte, Taglöhner u. a. m.
In der Periode von 1840 —1850 fand nichts anderes Denkwürdiges statt, als daß imJahr 1841 gemeinschaftlich mit Außersihl eine Fähre über die Limmat errichtet wurde.
Ueber die Frage, ob die bisherige Landstraße durch die Gemeinde gegen Höngg bloß korrigirtoder eine neue längs der Limmat gebaut werden soll, fanden seit einer langen Reihe von Jahrenzwischen der Regierung und der Gemeinde Verhandlungen statt, die im Jahr 1850 noch nicht zumSchlüsse gekommen sind.
Das schöne Landgut Weid am Bergabhang, im Anfang des Dezenniums eine vielbesuchteWirthschaft und Kuranstalt, erreichte bald seinen höchsten Glanzpunkt, von dem es schnell fiel undzur Zeit in den Händen eines einsichtsvollen Landwirthes ist.