447
Wegen der Nähe der Stadt ist die Beschäftigungsart der Einwohner vielseitig. Neben denLandbautrcibcndcn hat es Fabrikarbeiter, mit dem Handel Beschäftigte, Taglöhner, Handwerker u. a. m.
In den Jahren 1841 und 1842 erbaute die Gemeinde ein neues schönes Schnlhaus außer-halb dem Dorf nahe bei der Ärgerten mit zwei Lehrcrwohnungen, welches 25382 Frk. 12 Rp.kostete, an welche Summe die Regierung einen Beitrag von 2000 Frk. gab. Gleichzeitig wurdemit einem Kostenbetrag von 1912 Frk. 21 Rp. das GemeindwirthshauS reparirt.
In den Jahren der Theurung 1845 —1847 bezog die Gemeinde Korn vom Staat, das zumweitaus größeren Theil an Brod, zum Theil auch an Mehl unter die Bedürftigen vertheilt wurde,die Bürgergemeinde betheiligte sich mit einer Anzahl Aktien bei dem Lebensmittelverein dcS Limmat-thales. Das vermittelst dieser Aktien bezogene Mais wurde unter die bedürftigsten Haushaltungenohne Unterschied ihrer heimatlichen Verhältnisse vertheilt und im Jahr 1847 durch freiwillige Bei-träge eine Suppenanstalt gegründet und mehrere Wochen lang täglich die Portion Suppe um1 ß. verkauft.
Anno 1846 begann der Bau der neuen Landstraße von Zürich über den Albisriedcr Berg mitHerstellung der 1280 Fuß langen Strecke durch das Dorf Wiedikon und im Jahr 1847 wurdedieselbe sodann von da nach Außersibl und aufwärts gegen den Berg fortgesetzt. Gleichzeitig bautedie Gemeinde mit einem Kostenaufwand von 1518 sl. eine neue Kommunikationsstraße in den so-genannten untern Aldis, 1848 wurde daS Thürmchen des Bethauses frisch angestrichen, 1848 und
1849 an dem GemeindwirthshauS und dessen Umgebungen abermals 1557 fl. 23 ß. verbaut,
1850 die erwähnte Kommunikationsstraßc vom Köchlischen Gut bis zum Hause, genannt AlbiS-gütli, am Fuße des Berges fortgesetzt (Kosten 2181 fl. 7 ß ). In den Jahren 1847 — 1850 mußtedie Sihlwuhrung vom Steinkopf abwärts, theils in Folge der Wasserfluth im Jahr 1846, theilsin Folge der Einwirkungen der seither durch die Stadt Zürich am Sihlkanal vorgenommenen Wah-rungen mit einem Kostenbetrag von 1774*/? fl- bedeutend verbessert werden.
Wiefendangen
hatte im Jahr 1836 766, im Jahr 1850 833 Einwohner unv zwar 624 Gemeinds-, 155 Kan-tons-, 43 Schweizerbürger, 11 Ausländer.
Neben der meistens Landbau treibenden Bevölkerung hat es Handwerker u. a. m.
Im Jahr 1841 wurde die eine Giebelseite des Pfarrhauses neu hergestellt, was 570 fl. kostete,— 1842 baute die Gemeinde ein neues Schulhaus mit Lehrerwohnung, das 6834 fl. kostete, anwelche Summe die Regierung einen Beitrag von 1000 fl. gab, und nahm auf der Kommuni-kationsstraße gegen Elsau eine sehr wichtige Korrektion vor.
Anno 1843 wurde auf der Pfrundlokalität ein Holzschopf gebaut, der 560 fl. kostete.
Im Jahr 1847 wurde die 7250 Fuß lange Strecke der Hauptstraße von Winlerthur nachFrauenselv zwischen Ober - Winterthur und Atlikon durchgreifend korrigirt und die Rauchegghöhe da-bei durchschnitten und 1848 diese Sti^ßenanlage vollendet, ebenso die 1850 Fuß lange Streckedurch das Dorf Attikon, 1850 ließ der Staat in dem Walde außerhalb diesem Dörfchen zumSchutze des Terrains eine 229 Fuß lange Böschungsmaucr errichten.