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Memorabilia Tigurina oder Chronik der Denkwürdigkeiten des Kantons Zürich 1840 bis 1850 / von Friedrich Vogel
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Wyl

Hatte im Jahr 1836 1803, im Jahr 1850 2008 Einwohner und -war 1896 Gemeinds-, 86 Kan-lonö-, 20 Schiveizerbürger, 6 Ausländer. ES kommen aus die Gemeinde Hüntwangen 639, aufWasterkingen 437, auf Wyl 932 Einwohner.

Landwirthschaft ist durchaus vorherrschende Beschäftigung, indeß hat es Handwerker, eine An-zahl Personen, die sich mit Strohflechten beschäftigen, u. a. m.

Das Denkwürdige aus der Periode von 18401850 beschränkt sich darauf, daß die Ge-meinde Wyl im Jahr 1842 eine bedeutende Strecke der Bergstraße gegen das badische Dorf Bal-terschweilen durchgreifend verbesserte, ebenso 1848 und 1849 die Straße von der badischen Grenzeüber Buchenloo, den Weg nach Rüdlingen und die Dorfstraße.

Im Jahr 1849 fand am 9. Juli bei Wyl theilweise der Uebertritt des badischen Revolutions-heeres statt und nachher war die dortige Grenze gegen Baden einige Monate lang von eidgenössi-schen Truppen besetzt, worüber in dem ArtikelPolitische Begebenheiten" das Nähere nachgelesenwerden kann.

Wyla

hatte im Jahr 1836 1161, im Jahr 1850 1131 Einwohner und zwar 851 Gemeinds-, 254 Kan-tons-, 11 Schweizerbürger, 15 Auslänber. Es kommen aus das Dorf Wyla 427, auf Ottenhub 89,auf Manzenhub 78, auf Au 60, auf Steinenbach 55, auf Eggetschweil 45, auf Eich 43, auf Felsen-egg 35, auf Lochhaus 35, auf Pfaffenberg 33, aufÄuli 31, auf SchuppiS 28 Einwohner u. s. f.

ES hat zur Zeit mehr Personen, die sich mit der Baumwollweberei beschäftigen als mit derLandwirthschaft, ferner Fabrikarbeiter, Handwerker, Korbflechter, Krämer und Handelsleute u. a. m.

Im Jahr 1840 und die folgenden Jahre verbesserte die Schulgenossenschaft Hub ihre alteStraße bis nach Manzenhub, was dieselbe 932^ fl. kostete, an welche Summe die Regierung'' einen Beitrag von 312^ fl. gab, 1841 und 1842 wurde der Straßenbau von Tablat gegen Man-zenhub und Sternenberg wieder fortgesetzt und eine neue Strecke durch den Tanni angelegt, ge-meinsam mit Turbenthal eine Brücke über den Steinenbach erbaut und der der Gemeinde obliegendeTheil der Sitzbergstraße erstellt.

Anno 1842 erbaute die Schulgcmcinde Wyla ein neues Schulhaus mit Lehrerwohnung, daS3250 fl. kostete, an welche die Regierung einen Beitrag von 562i/z fl. gab.

Im Jahr 1843 erbaute Wyla gemeinsam mit Turbenthal bei Steinenbach eine Brücke überden Steinenbach, 1845 und 1846 wurde die Strecke der Steinenbachstraße von Tablat bis Hin-terhalt» Auli erbaut und gemeinsam mit Turbenthal 4 Brücken über den Steinenbach hergestellt, wo-bei die Kosten für Wyla 2093 fl. betrugen. Die Gemeinde erhielt vom Staat einen Beitrag von562^2 fl . und an die Kosten der Sitzbergstraße 312'^ fl . Kommunikationsstraßen wurden umdiese Zeit erbaut von Wyla nach Aegetschweil, von Hub über Schuppis nach Eich und von Brenn-gau nach Ottenhub.

In den Jahren der Theurung 18451847, da überdieß der Fabrikverdienst stockte, wurde daSArmengut zur Steurung der Noth so bedeutend in Anspruch genommen, daß 1849 und 1850 zumersten Mal Armensteuern eingezogen werden mußten. Es wurden von der Regierung, von Vereinen,