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Memorabilia Tigurina oder Chronik der Denkwürdigkeiten des Kantons Zürich 1840 bis 1850 / von Friedrich Vogel
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namentlich sehr wesentlich betheiligten, so daß der Noth besser als an vielen andern Orten ge-steuert werden konnte.

Anno 1848 stellten die Gemeinden Rykon und Langenhard die Kommunikationsstraße zwischenbeiden her, erstere erhielt vom Staat eine Unterstützung von 344 fl., letztere von 5621/? st 1849wurde die erwähnte Straße auch von Rykon und Oberlangenhard gegen Elgg neu hergestellt, diegedeckte Brücke über die Töß zu Kohlbrunn mit einem Kostenaufwand von 2500 Frk. reparirt.

In der zweiten Hälfte des Dezenniums wurden in der Gemeinde, unabhängig von den Be-zirkSkassen, zwei Ersparnißkassen gegründet, die eine zu Kohlbrunn, zu deren Hebung sich die dorti-gen Fabrikbesitzer, die Herren I. I. Bühler und Söhne, mittelst eines besonderen mit ihnen ab-geschlossenen Vertrages verpflichteten. Die dießfälligen Statuten so wie der Vertrag sind gedrucktvorhanden.

Zollikon

zählte im Jahr 1836 1210, im Jahr 1850 1316 Einwohner, nämlich 768 Gemeinds-, 484 Kan-tons-, 47 Schweizerbürger, 17 Ausländer.

Neben der Landwirthschafl beschäftigen sich einige hundert weibliche Personen mit Seidenwebenund Seidenwinden. Es hat Handwerker, 2 Fischer, 1 Schiffmann u. s. f.

Im Jahr 1843 wurde durch die Berggegend der Gemeinde, das sogenannte Langholz, vomBalgrist bis Nnterhub eine 6550 Fuß lange Strecke der neuen Forchstraße angelegt.

Anno 1847 wurde die Kirche ausgebessert und verschönert, ein steinerner Sockel hergestellt, imChor eine neue Bestuhlung angebracht, der schöne Kirchthurm reparirt, der Kirchhof ebenfalls ver-schönert und gänzlich verschlossen.

Anno 1848 wurde aus Privatbeiträgen eine Kleinkinderschule errichtet.

Zurnikon

hatte im Jahr 1836 634, im Jahr 1850 711 Einwohner und zwar 496 GemeindS-, 206 Kan-tons-, 4 Schweizerbürger, 5 Ausländer.

Es geben sich zur Zeit mehr Personen mit der Seidenweberei als mit der Landwirtbschaft ab,ferner hat es Handwerker u. a. m.

Im Jahr 1842 wurde mit der Kirche und dem Thurm eine gänzliche Reparatur vorgenom-men, die 566 fl. 27 ß. kostete.

Anno 1844 begann der Bau der neuen Forchstraße durch die Gemeinde auf einer Strecke von10500 Fuß von der sogenannten Vogelwiese bis Heuberg und 1845 wurde die 10640 Fuß langeStrecke von der Vogelwiese über Zumikon und Waltikon nach Nnterhub ausgeführt.

Im Jahr 1848 ward der Kirchthurm neu angestrichen, 1850 begann der gänzliche Umbaudes Schulhauses, der 1851 vollendet werden wird.