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Memorabilia Tigurina oder Chronik der Denkwürdigkeiten des Kantons Zürich 1840 bis 1850 / von Friedrich Vogel
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Missionsverein.

Die Gesellschaft, deren Stiftung und Zweck in der früheren Chronik S. 199 ausführlicherwähnt worden, hatte in dem Dezennium von 18101850 ihren gedeihlichen Fortgang.

Es werden jährlich vier Versammlungen in der St. Peterskirche in Zürich gehalten. Die dritteist zugleich das JahreSsest der Bibel- und MissionSgcsellschaft. In jeder Versammlung werden voneinigen geistlichen Mitgliedern, zuweilen auch von auswärtigen und von wirklichen MisstonärenVortrage aus dem Gebiete der Mission und über den Zustand des Christenthums in den andernWelttheilen abgehalten. Bei dem Jahresfeste findet auch Gesang und Gebet statt. Im I. 1811wurde unter Anderm über den Zustand der Kolonie Zürichthal in der Klimm Bericht erstattet; ineinem Vortrage im I. 1816 Berichte von den aus dem Kanton Zürich gebürtigen MissionärenI. I. Bär von Affoltern -AlbiS auS Amboina und Huber aus Kalekut. Jährlich erscheint eingedruckter Bericht des Vereins an alle Freunde des Reiches Gottes über daS Wirken desselben, indenen daS Wesentliche von den gehaltenen Vortrügen aufgenommen ist.

Die Einnahmen des Vereins an Beiträgen, Legaten rc. betrugen im I. 1810 1371 fl. 27 ß.,1815 3765 fl. 36 ß., 1850 2281 fl. 28 ß.

Die Auslagen für Gaben an die Missionsgesellschaft in Basel , die MissionSanstalt der Brüder-gemeinde in Herrenhut, betrugen 1810 1250 fl. 21 ß., 1815 3662 fl. 30 ß., 1850 2220 fl. 16 ß.

Moralische Gesellschaft.

Diese wirkte wie bisher im Stillen viel Gutes.

Museumsgesellschast,

gestiftet 1831 als umfassende Lesegesellschaft, mit dem Zweck, dabei den Mitgliedern auch den Genußgeselliger Unterhaltung zu gewähren. Lokal im ZunfthauS zum Rüben.

Im I. 1810 zählte die Gesellschaft 121 ordentliche und 57 außerordentliche Mitglieder, 1815111 ordentliche und 29 außerordentliche, 1850 136 ordentliche und 63 außerordentliche. Gästewurden im I. 1815 631, 1850 181 eingeführt.

Im I. 1810 wurden aufgelegt: 66 Zeitungen, davon 15 schweizerische, 201 Zeitschriften, undzwar 27 für Litteraturgeschichte und Bibliographie, 21 für Theologie, 22 für Rechtswissenschaft,31 für Medizin, 20 für Naturwissenschaft, 9 für Mathematik, Militärwesen und Baukunst, 13 fürPhilologie, Alterthumswiffenschaft, Pädagogik, 13 für Geschichte und Geographie, 18 für politischeOekonomie, Handel und Gewerbe, 30 Schönwissenschastlicheö und Vermischtes; 196 Stück Flug-schriften; 1816 lagen auf: 82 Zeitungen und 195 Zeitschriften; 1818 an Büchern: 183 Bände.Die Zahl der Flugschriften betrug im I. 1850 3337; der Rescrvefond bestand in 6859 fl. 15 ß.

Musikgesellschast von Zürich .

Dieselbe bewegte sich in den Jahren 1810 und 1850 ungefähr innerhalb der nämlichen Sphäre,wie solche in der vorhergehenden Chronik geschildert worden; doch ist nicht zu verkennen, daß seitEntstehung der Sängervereine und Verbreitung des VolkSgesanges die Musikgesellschaften überalletwas in den Hintergrund getreten sind.

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