Wie bisher gab die Gesellschaft alljährlich am BcrchtoldStag Neujahrsgeschenke heraus, welcheLebensbeschreibungen und Bildnisse berühmter Musiker enthalten. Solche waren von 18-40—1850:Maria Malibran-Garcia, Bellini, Naumann, Paganini, Liste, Hitler, Mendelssohn-Bartholdy,Graun.
Musikkollegium zu Winterthur ,
gestiftet 1629. Die Gesellschaft zählt 30 ordentliche und einige Ehrenmitglieder. Es werden jährlichvom Oktober bis März mehrere Konzerte gegeben und zuweilen auch in der Stablkirche musika-lische Aufführungen gehalten.
dtaturforfchende Gesellschaft.
Diese im Jahr 1746 gestiftete Gesellschaft, deren in meinen früheren Chroniken ausführlichgedacht ist, setzte auch in dem Dezennium von 1840—1850 ihre Wirksamkeit fort. Sie zählte imI. 1848 99, am Ende des I. 1850 97 Mitglieder.
Im I. 1840 wurde die Bibliothek der Gesellschaft auf das Helmhaus, die Sitzungen in daSZunsthauS zum Rüden verlegt.
Annd 1841 war in den Tagen vom 2. bis 4. August Zürich der Versammlungsort derschweizerischen naturforschenden Gesellschaft. Es fanden sich dabei 173 Ehrenmitgliederund Gäste ein, davon aus dem Kanton Zürich 62, — und 74, davon 38 aus dem Kanton Zürich wurden neu aufgenommen. Am Vorabend des Festes besammelte man sich in dem verzierten Kasino,die Versammlungen wurden auf dem Rathhause gehalten. Die Eröffnungsrede hielt der PräsidentHerr Professor Schinz, und entwarf in derselben eine skizzirle Geschichte einzelner Fortschritte inverschiedenen Zweigen der Naturwissenschaften während der letzten 25 Jahre. Es wurden siebenverschiedene Vortrüge aus dem Gebiete der Physik, Mechanik und Meteorologie, drei aus demGebiete der Chemie, zehn geologische, drei aus dem Gebiete der Geographie und Kartographie, fünfmedizinische, sechs zoologische, zwei botanische gehalten. Die Gesellschaft machte im Dampfboot eineFahrt auf die Halbinsel Au.
Im I. 1843 gab sich die Gesellschaft neue Statuten. Jedes Mitglied zahlt nun einen jähr-lichen Beitrag von 8, entfernter Wohnende von 4 fl., und die Eintrittsgebühr wurde aus 8 fl.festgesetzt. Die Versammlungen werden im Winter je den zweiten Montag, im Sommer monatlichabgehalten, wobei durchschnittlich 30—35 Mitglieder anwesend sind.
Am 1. November 1846 feierte die Gesellschaft ihr hundertjähriges Jubiläum. Aufdiese Feier kam eine Denkschrift heraus, in welcher die Schicksale der Gesellschaft seit ihrer Stiftungumständlich erwähnt sind und die mit dem Bildniß des llr. Johannes Scheuchzer , als Stiftersderselben, geziert ist. Der Denkschrift sind angeschlossen: bibliographische Notizen über die zürchcri-schen Naturforscher, Geographen, Aerzte und Mathematiker, nebst Aufzählung der im Kanton Zürich vorhandenen naturwissenschaftlichen Sammlungen.
Mit Neujahr 1847 begann die Gesellschaft die Herausgabe gedruckter „Mittheilungen", wodurchder wissenschaftliche Stand derselben wesentlich gehoben wurde und sie in lebhaften Verkehr mit vielenandern ähnlichen Instituten trat. — Im Laufe des Winters hielt die Gesellschaft einige öffentlicheVorlesungen.