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deS Kasino ein großes Festmahl statt, an dem auch sämmtliche Glieder der Familie Pestalozzi Theilnahmen. Der Sängerverein der Stadt verherrlichte dasselbe durch Gesang. Nach dem Mahl flössenreichliche Toaste, die durch einen herrlichen Gesang der blinden Zöglinge und durch die gefühlvollenDanksagungen eines Tauben und eines Blinden unterbrochen wurden. Am Abend deS Tages wur-den den in ihren Lokalen versammelten Schülern der Armenschule, des Waisenhauses, der Blinden -und Taubstummenanstalt bei einem heitern Mahle vom Stadtrathe Geschenke überreicht.
Zu Winter thur fand die Feier folgendermaßen statt: Um 10 Uhr begaben sich die oberenKlassen aller drei Schulanstalten auS ihren Schulzimmern mit ihren Lehrern und Lehrerinnen inden großen Saal des Rathhauses, wo die Büste des Gefeierten aus bekränztem Piedestal aufgestelltwar. In Beisein des Schulrathes, deS Stadtrathes und anderer Schulfreunde hielt Herr RektorTroll eine Rede, worin er den Zweck der Feier, was Pestalozzi gewesen sei und was man ihm zuverdanken habe, bezeichnete. Der Präsident des Schulrathes übergab hierauf jedem Schüler dieMedaille, welche die Herren Spitalkassier Heinrich Landolt und Staatsarchiv«! Gerold Meyer von Knonau zu Ehren Pestalozzi's durch den Stempelschneider Frieberich Aberli verfertigen ließen. Ausdem Avers befindet sich Pestalozzi's Bild, auf dem Revers liest man die Inschrift: Henricok65laIu//io slonoivi Immortali U. Kanckoll et U. älö^er cke Knonau grato aninro clieaveruntälDLOOXDVI. Gesang eröffnete und schloß die Feier. Auf dieselbe Weise wurde es Nachmittagsmit den Schülern der untern Klassen im Bet- und im Rathssaale gehalten, wo die Herren Leemannund Kübler Vortrüge hielten. Am Abend wurden von verschleierten Frauenzimmern an Arme inder Stadt selbstverfcrtigte Kleidungsstücke, LebenSmittcl u. a. ins HauS gebracht. —> Abends 6 Uhrversammelten sich im hellbcleuchteten Rathssaale gegen 400 Personen beiderlei, jedoch zum größer»Theil weiblichen Geschlechtes. Herr Büchi-Haggenmacher unterhielt die Gesellschaft mit einer Dar-stellung des Lebens und Wirkens Pestalozzi's , seiner Schicksale, seiner Wünsche und Hoffnungenund der Errungenschaften, die man ihm zu verdanken hat. Hierauf behandelte Herr Gamper in einerRede Pestalozzi's Thun und Leben, alsdann Herr Ziegler-Steiner, wie Pestalozzi sich um die Ret-tung und Unterstützung der Armen Verdienste erworben habe. Auch hier begann und schloß dieUnterhaltung mit Gesang. Nachher vereinigten sich etwa 100 Personen im Gasthofe zur Sonne zueinem Abendessen.
Von der Feier in den Landgemeinden wird bemerkt: in der Gemeinde Außersihl fand dieselbeim Gasthof zur Blume statt. Die Feier war eigentlich für die Lehrer veranstaltet. Der Saal warschön dckorirt. Die Zahl der Theilnehmenden war sehr groß. Gesang begleitete auch hier die Reden, inderen einer mitgetheilt wurde, daß Pestalozzi zur Zeit, als er in Zürich war, sich bei Herrn Notz auf derPlatte in Fluntern aufgehalten habe, wo noch jetzt das Zimmer, das er bewohnt habe, Pestalozzi-winkeli heiße.
In einer zu Bcndlikon gehaltenen Versammlung wurden Reden gehalten und Gesang des Zunft-sängervereins und der Schuljugend von Kilchberg ertönte, während dessen durch zwei Kinder die imHintergründe deS mit Guirlanden verzierten SaaleS befindliche Büste Pestalozzi's bekränzt wurde.Bei dem gemeinschaftlichen Abendessen brachten die Herren Pfarrer Sprüngli und SekundarlehrerHonegger begeisterte Toaste aus Zu Stäfa fand die Feier Abends 6 Uhr im Gasthof zum Rößliauf Veranstaltung der Lesegesellschaft statt, und eS wohnten ihr der Gemeindrath, die Schulpflege undmehrere hundert Eiuwvhner bei. Es wurde eine gedruckte Biographie Pestalozzi's ausgetheilt. In